Planung 2016

Es ist ziemlich genau 12 Jahre her, dass ich angefangen habe mich intensiv mit der Fotografie zu beschäftigen. Dabei begann zuerst alles nur als Hobby, zwischenzeitlich war ich aber sogar nebenberuflich als Sportfotograf unterwegs. Nach dieser zwar interessanten aber auch sehr anstrengenden Tätigkeit, habe ich mehr oder weniger eine Auszeit genommen. Ich war nur hobbymäßig eine Saison beim Frauen- und Mädchenfußball in Moers, sowie im Jahr darauf bei den Neuss Frogs (American Football).
Im Regelfall fotografiert man aber selten für die Schublade, also für das eigene Archiv. Als Fotograf möchte man in irgendeiner Art und Weise seine Bilder sinnvoll verwenden, und vor allem veröffentlichen, um sie einem größeren Publikum zu präsentieren. Man hängt die Bilder z.B zuhause an die Wand, man nutzt sie für die Eigenwerbung auf seiner eignen Webseite, man veröfffentlich sie in Galerien auf entsprechenden Webseiten (Model-Kartei, Foto-Community usw).
Da in den vergangenen Jahren das Interesse an meinem Sportfotos nur sehr gering gewesen ist, und ich mit den Bildern auch persönlich nicht viel anfangen konnte, habe ich mich in diesem Jahr entschlossen, endgültig zur „richtigen“ Fotografie zurückzukehren. 🙂

Um bei der Shooting-Planung etwas flexibler zu sein, und in erster Linie nicht nur Outdoor-Shootings anbieten zu können, habe ich mich dem Team der Fotofabrik angeschlossen. Daher kann ich nun auch auf ein Studio in Viersen zurückgreifen. Somit kann ich jetzt wieder Shootings in allen Bereichen von Portrait über Fashion bis Akt anbieten und durchführen.
Aktuell suche ich nun nach Fotomodellen für die einzelnen Aufnahmebereiche, bevorzugt auch für längerfristige Zusammenarbeit.

Nachdem ich bereits im letzten Jahr meine Webseite aktualisiert habe, werde ich mich nun mit meinen Profilen in den verschiedenen Communities befassen, und sie auf den neuesten Stand bringen, um mögliche Fotomodelle auf mich aufmerksam zu machen. 😉

Rückblick 2013

Es ist ja sehr, sehr lange her, dass ich hier etwas geschrieben habe. 🙁 Es ist aber gut möglich, dass sich das demnächst wieder ändern wird. 🙂
Bereits gegen Ende 2012 habe ich mehr oder weniger meine nebenberufliche Tätigkeit als Sportfotograf eingestellt. Im Jahr 2013 bin ich dann nur noch spordisch bei sehr wenigen Veranstaltungen gewesen, auch beim Hockey habe ich nur noch selten fotografiert.
Es hat sich gezeigt, dass der Aufwand sehr hoch ist, vor allem wenn man die Sportfotografie wirklich ernsthaft und wirtschaftlich betreiben will. Schon der zeitliche Aufwand ist immens, gerade wenn man nebenberuflich tätig ist. Da bleibt einem im Grunde keine Freizeit mehr, und auch das übrige soziale Umfeld leidet. Ganz zu schweigen von der Wirtschaftlichkeit, denn finanziell lohnt es sich überhaupt nicht. Daher habe ich mich entschlossen, die berufliche Fotografie „an den Nagel zu hängen“, und wieder nur noch freizeitmäßig zur Kamera zu greifen. 🙂
Da ich auch bei einer Freizeitbeschäftigung mit gewisser Planung und Organisation herangehe, habe ich mir zuerst einmal einen Sportverein aus der Nähe gesucht, der mit seinen unterschiedlichen Mannschaften relativ höherklassig spielt. 😉 Dabei bin ich dann auf den GSV Moers gestossen, und während der Hinrunde der Spielzeit 2013/14 bei den Frauen- und Mädchenmannschaften hängen geblieben. 🙂
Und da kaum ein Fotograf nur für die eigene Festplatte fotografiert, sind meine Bilder bei fupa.net zu sehen. Meine eigene Galerie werde ich in naher Zukunft aktualisieren, und dabei dann auch versuchen, das hausbackene Aussehen loszuwerden, und etwas frischen (moderneren) Wind hereinzubringen.

Einstieg in die Sportfotografie (4)

Lohnt sich Sportfotografie?

Wenn es um das fotografische Thema geht: Ja!

Wenn es ums Geld verdienen geht: Eventuell!

Im lokalen und regionalen Bereich wird man als Einsteiger nur selten Bilder verkaufen können, weil die Zeitungen bereits ihre, für sie längerfristig tätigen, Fotografen haben bzw. Verträge mit Bildagenturen besitzen. Hier fällt nur hin und wieder mal etwas ab, wenn die Kollegen ausgebucht oder im Urlaub sind und keine Zeit haben.
Überregionale Agentur-Arbeit bedeutet, dass man schnell und qualitativ gute Fotos zu liefern hat. Nur wenn die Redaktionen rechtzeitig versorgt werden können, hat man überhaupt eine Chance Bilder verkauft zu bekommen. Man benötigt dazu eine entsprechende Ausrüstung, von der Kamera und den Objekiven über Laptop bis hin zu nützlichem Zubehör (Klapphocker, Stativ, Regenschutz usw.). Also während des Spiels ein bisschen knipsen, danach in Ruhe nach Hause fahren, um sich dann gemütlich die Bilder anzuschauen und zu bearbeiten, kann man sich als Fotojournalist nicht leisten.
Fotografen belagern den Spieler Ailton nach seinem ersten Spiel in der Niederrheinliga für den KFC UerdingenDas ist die erste Frage, die man sich stellen sollte: »Möchte ich mir das antun?« Außerdem ist der Nachteil bei einer Agentur, dass man verständlicherweise vom Honorar nur einen Anteil bekommt. Dabei zahlen die Zeitungen von vornherein schon wenig. Aber wie gesagt, alleine ist es noch schwieriger seine Bilder loszuwerden. Hinzu kommt, dass viele Hobbyfotografen am Preisverfall mitarbeiten, in dem sie Bilder verschenken. Damit erkaufen sie sich meistens die Akkreditierung. Die Vereine freuen sich natürlich, kostenlos Bilder zu bekommen, alle Berufsfotografen stehen allerdings mit leeren Händen da. Daher sollte man sich als angehender Sportfotograf überlegen, ob und wem man Bilder kostenlos überlässt. Zum einen fällt es dann später schwerer Honorar von demjenigen zu verlangen, dem man bisher Fotos geschenkt hat, zum anderen zerstört man nicht nur sich selbst, sondern auch allen anderen den Markt.
Wer die Sportfotografie als Hobby betreibt oder nur nebenberuflich tätig ist, für den bleibt sie eine interessante Freizeitbeschäftigung, mit der man mal mehr aber meistens doch eher wenig Geld nebenbei verdienen kann. Immerhin darf man aber bei mancher großen Sportveranstaltungen dabei sein, und von Stellen fotografieren, an die kein normaler Zuschauer hinkommt. Deshalb sollte man zu Beginn den Fokus weniger aufs Geld verdienen legen, sondern vielmehr auf die Tätigkeit bzw. die Ergebnisse. Wer auf Dauer qualitativ hochwertige Fotos präsentieren kann, der dürfte letztendlich die größten Chancen haben, sich bei Zeiten gut vermarkten zu können.

Antwort zur Frage aus dem vorherigen Beitrag:
Woher kommt die Bezeichnung »Paparazzi«?
Im Film »La Dolce Vita« (1960 von Federico Fellini) werden die beiden Hauptdarsteller Anita Ekberg und Marcello Mastroianni von einem Fotografen aufdringlich verfolgt. Der Rollenname dieses Fotografen ist »Paparazzo« (gespielt von Walter Santesso). Seitdem werden die Kollegen, die Prominenten auflauern oder sie ständig verfolgen, als »Paparazzi« bezeichnet.

Einstieg in die Sportfotografie (2)

Was bin ich?

Wenn man dann »Blut geleckt hat«, und meint es unbedingt beruflich versuchen zu wollen, dann warten auch schon die nächsten Hindernisse. Wo und wie meldet man sich an, und welche Tätigkeit übt man dann eigentlich aus?

Eine genaue Definition für die Berufsbezeichnung gibt es nicht, ob Pressefotograf, Fotojournalist oder Bildberichterstatter, im Grunde beschreibt alles die gleiche Tätigkeit. Die offizielle Bezeichnung, die das Finanzamt verwendet für die freiberufliche Tätigkeit, ist Bildberichterstatter (sog. Katalogberuf nach §18 EStG). Er erstellt im Regelfall Lichtbilder von Personen, Vorgängen oder Ereignissen des aktuellen Zeitgeschehens, die dann in den unterschiedlichsten Print- und Onlinemedien verwendet werden.
Hier bin ich im Einsatz am Spielfeldrand beim Frauenfußball. Foto: Volker NagraszusWenn man denn eine Unterscheidung treffen möchte, dann bietet sich eventuell meine persönliche Definition an:
Pressefotografen befassen sich mehr mit der tagesaktuellen Berichterstattung, während die Fotojournalisten bei der Reportagefotografie tätig sind, die eher einen Bezug zum Thema als zum Zeitpunkt hat.
Demnach ist der Bildberichterstatter gerade im lokalen Bereich eher als Pressefotograf tätig, der tagesaktuell fotografiert. Häufig ist er nur wenige Minuten bei den einzelnen Veranstaltungen, und sobald er eine Handvoll brauchbarer Aufnahmen hat, wechselt er die Sportstätte und eilt zum nächsten Termin.
Der Fotojournalist hingegen begleitet meistens die gesamte Veranstaltung, und versucht dort ein breit gefächertes Angebot an Bildmaterial zu bekommen.
Die Sportfotografie ist nur ein spezieller Bereich des Tätigkeitsfeldes eines Bildberichterstatters, daher befassen sich mit ihr Pressefotografen wie auch Fotojournalisten.

Übrigens, woher stammt die Bezeichnung »Paparazzi«? – Antwort am Ende des nächsten Beitrags. 😉

Regionalzeitung Sportsicht

Wie so oft zeigt sich wieder einmal, das jede Medaille zwei Seiten hat. 😉 Einerseits hat sich meine Tätigkeit im Bereich der Sportfotografie positiv entwickelt, 🙂 andererseits habe ich dadurch weniger Zeit mich mit der „richtigen“ Fotografie zu befassen, und neue Artikel in diesem Blog gibt es auch seltener. 🙁
Logo der Regionalzeitung SportsichtAufgrund der Bilder in meiner Internet-Galerie hatte sich im Juli Jan van der Velden, der Redakteur der Sportsicht, bei mir gemeldet. Die präsentierten Fotos gefielen ihm, und er fragte nach, ob ich regelmäßig Sportbilder aus Krefeld liefern könnte. Da ich mit den Bilder-Agenturen nicht so gute Erfahrungen gemacht hatte, sehr hoher Aufwand bei wenigen Veröffentlichungen, habe ich die Gelegenheit genutzt, und eine Zusammenarbeit vereinbart.
Der „Streß“ ist zwar nicht weniger, aber dafür weiß ich, daß die Bilder, die ich liefere, garantiert veröffentlicht werden. Bei annähernd gleichem Zeitaufwand gegenüber der Agentur-Arbeit, besuche ist mehr Veranstaltungen, dadurch werden mehr Fotos veröffentlicht (sogar mit meinem Namen, was einen weiteren Werbeeffekt hat) und ich habe weniger Kilometer dafür zurückzulegen. 🙂
Die Sportsicht ist eine neue Sport-Regionalzeitung für das Gebiet Krefeld, Kempen und Viersen, die erste Ausgabe erschien am 10.August 2009. Aufhänger für die breite Kundschaft sind zwar Borussia Mönchengladbach (Fußball) und die Krefeld Pinguine (Eishockey), aber in erster Linie wird über die unterschiedlichsten Sportarten berichtet, bis in die unteren Ligen hinein.
Vor Kurzem habe ich noch im Borussia-Park mit 50.000 Zuschauern gesessen, jetzt in der Kreisliga bei z.B. Preußen Krefeld mit 50 Leuten zusammen gestanden. 😉 Viele Hobbyfotografen wünschen sich den ersten Fall, mir persönlich ist die zweite Variante lieber. Man hat eher persönlichen Kontakt und lernt Stadt und Leute kennen, mancher Zuschauer oder „Offizieller“ kommt und fragt, für wen man fotografiert. Vor allem in den unteren Ligen ist man es überhaupt nicht gewöhnt, daß Fotografen auftauchen, denn die großen Lokalzeitungen haben gar nicht den Platz ausführlich über den lokalen wie regionalen Sport zu berichten, dort sind nur die höherklassigen Vereine im Fokus. Deshalb hoffe ich auch, daß sich die Sportsicht am Markt durchsetzt. Zum einen natürlich, weil ich regelmäßig mit Veröffentlichungen rechnen kann, zum anderen aber auch fürs Ego, da ich sozusagen zu den „Gründervätern“ gehöre und seit Ausgabe 1 dabei bin. 😉