Einstieg in die Sportfotografie (4)

Lohnt sich Sportfotografie?

Wenn es um das fotografische Thema geht: Ja!

Wenn es ums Geld verdienen geht: Eventuell!

Im lokalen und regionalen Bereich wird man als Einsteiger nur selten Bilder verkaufen können, weil die Zeitungen bereits ihre, für sie längerfristig tätigen, Fotografen haben bzw. Verträge mit Bildagenturen besitzen. Hier fällt nur hin und wieder mal etwas ab, wenn die Kollegen ausgebucht oder im Urlaub sind und keine Zeit haben.
Überregionale Agentur-Arbeit bedeutet, dass man schnell und qualitativ gute Fotos zu liefern hat. Nur wenn die Redaktionen rechtzeitig versorgt werden können, hat man überhaupt eine Chance Bilder verkauft zu bekommen. Man benötigt dazu eine entsprechende Ausrüstung, von der Kamera und den Objekiven über Laptop bis hin zu nützlichem Zubehör (Klapphocker, Stativ, Regenschutz usw.). Also während des Spiels ein bisschen knipsen, danach in Ruhe nach Hause fahren, um sich dann gemütlich die Bilder anzuschauen und zu bearbeiten, kann man sich als Fotojournalist nicht leisten.
Fotografen belagern den Spieler Ailton nach seinem ersten Spiel in der Niederrheinliga für den KFC UerdingenDas ist die erste Frage, die man sich stellen sollte: »Möchte ich mir das antun?« Außerdem ist der Nachteil bei einer Agentur, dass man verständlicherweise vom Honorar nur einen Anteil bekommt. Dabei zahlen die Zeitungen von vornherein schon wenig. Aber wie gesagt, alleine ist es noch schwieriger seine Bilder loszuwerden. Hinzu kommt, dass viele Hobbyfotografen am Preisverfall mitarbeiten, in dem sie Bilder verschenken. Damit erkaufen sie sich meistens die Akkreditierung. Die Vereine freuen sich natürlich, kostenlos Bilder zu bekommen, alle Berufsfotografen stehen allerdings mit leeren Händen da. Daher sollte man sich als angehender Sportfotograf überlegen, ob und wem man Bilder kostenlos überlässt. Zum einen fällt es dann später schwerer Honorar von demjenigen zu verlangen, dem man bisher Fotos geschenkt hat, zum anderen zerstört man nicht nur sich selbst, sondern auch allen anderen den Markt.
Wer die Sportfotografie als Hobby betreibt oder nur nebenberuflich tätig ist, für den bleibt sie eine interessante Freizeitbeschäftigung, mit der man mal mehr aber meistens doch eher wenig Geld nebenbei verdienen kann. Immerhin darf man aber bei mancher großen Sportveranstaltungen dabei sein, und von Stellen fotografieren, an die kein normaler Zuschauer hinkommt. Deshalb sollte man zu Beginn den Fokus weniger aufs Geld verdienen legen, sondern vielmehr auf die Tätigkeit bzw. die Ergebnisse. Wer auf Dauer qualitativ hochwertige Fotos präsentieren kann, der dürfte letztendlich die größten Chancen haben, sich bei Zeiten gut vermarkten zu können.

Antwort zur Frage aus dem vorherigen Beitrag:
Woher kommt die Bezeichnung »Paparazzi«?
Im Film »La Dolce Vita« (1960 von Federico Fellini) werden die beiden Hauptdarsteller Anita Ekberg und Marcello Mastroianni von einem Fotografen aufdringlich verfolgt. Der Rollenname dieses Fotografen ist »Paparazzo« (gespielt von Walter Santesso). Seitdem werden die Kollegen, die Prominenten auflauern oder sie ständig verfolgen, als »Paparazzi« bezeichnet.

Kennenlern-Shooting mit Denise :-)

Seit Jahresbeginn suche ich wieder nach Fotomodellen, denn neben meinen beiden Stamm-Modellen Denise und Carmen könnte ich noch ein blondes Model gebrauchen. 😉
In der Model-Kartei habe ich Denise aus Duisburg gefunden. Zwar nicht blond, aber trotzdem mit ihren kurzen brünetten Haaren und den hellen blauen Augen ein interessanter Typ, so daß ich mit ihr ein Treffen vereinbart habe. Da Denise noch keine 16 Jahre alt ist, wurde sie von ihrer Mutter begleitet. Außerdem haben wir uns in Duisburg verabredet, damit sie sozusagen ein Heimspiel hat. 😉 Normalerweise treffe ich mich mit dem Fotomodel immer zuerst vorab, um sich etwas kennenzulernen und ein mögliches Shooting zu besprechen. In diesem Fall haben wir aus Termin- und Wettergründen den Innenhafen gewählt, um gleich die Option zu haben, ein kleines Probe-Shooting durchführen zu können. Es war zwar recht kalt und windig, aber das Wetter spielte ansonsten noch mit, so daß wir tatsächlich das Kennenlernen mit einem Shooting verbinden konnten. Denise hatte Kleidung und Accessoires zum wechseln dabei, deshalb konnten wir gleich ein paar unterschiedliche Portrait- und Fashion-Aufnahmen machen.
Dieses mehr oder weniger unvorbereitete Shooting war sehr vielversprechend. Denise ist ein lockerer umgänglicher Typ, der auch selbst Ideen einbringt. Sie hat sich bereits aus Modezeitschriften grundlegendes Posing angeeignet sowie Ideen gesammlt. Außerdem fotografiert sie selbst auch ein wenig, so daß sie Interesse für die Fotografie und technische Verständnis mitbringt. 🙂
Ich hoffe, daß es auch mit ihr zu einer längerfristigen Zusammenarbeit kommt. Sie hat Potential als Model, und wir könnten sicher gemeinsam noch manches interessante Projekt umsetzen.
Outdoor-Shooting mit Denise in DuisburgOutdoor-Shooting mit Denise in DuisburgOutdoor-Shooting mit Denise in DuisburgOutdoor-Shooting mit Denise in Duisburg

Fotomodel Denise: Sedcard Model-Kartei

Verhaltensregeln für Sportfotografen

Es versteht sich von selbst, daß man weder den Spielverlauf bzw. Wettkampf stört noch für die Zuschauer eine außergewöhnliche Sichtbehinderung darstellt.
Bei den großen Wettkämpfen und Spielen sorgen schon Ordner und Berufskollegen dafür, daß man beim kleinsten Vergehen des Geländes verwiesen wird. Bei lokalen Veranstaltungen ist man meistens allein auf weiter Flur, trotzdem heißt das nicht, daß man Narrenfreiheit hat. Ungebührliches Benehmen würde zuerst einmal dem gastgebenden Verein angelastet werden und vermutlich im Spielbericht erscheinen. Blicken lassen dürfte man sich danach dort auch nicht mehr.
Man hat als Sportfotograf immer darauf zu achten, daß man nicht das Spiel oder den Veranstaltungsablauf stört. D.h., man hat genügend Abstand zum Spielgeschehen zu halten. Alleine schon für die eigene Gesundheit, denn es passiert häufiger, daß Spieler außerhalb des Feldes laufen oder stürzen, und dann steht oder sitzt man im Weg und dient unfreiwillig als „Auffangkissen“. 😉 Nach Möglichkeit sollte man auch immer das Spielgerät, im Regelfall den Ball, im Auge behalten. Gerade beim Handball hinterm Tor fliegen einem dann und wann schon mal die Bälle um die Ohren. Und wenn man sich selbst auch noch rechtzeitig in Sicherheit bringen kann, leidet vielleicht die Ausrüstung beim Rettungsversuch.
Bei großen Veranstaltungen ist sowieso eine Akkreditierung notwendig, bei den lokalen Wettkämpfen sollte man ebenfalls vorher eine Fotoerlaubnis einholen. Das braucht nicht unbedingt schriftlich zu sein, da man selten vorab den richtigen Ansprechpartner ermitteln kann, aber zumindest vor Ort sollte man versuchen einen Kontakt zu finden. Einfach aus Respekt und Höflichkeit sollte mian nachfragen, ob Fotografieren erlaubt ist, und eventuell ergibt sich daraus sogar gleich eine Verwertungsmöglichkeit. Mancher Verein ist froh, wenn er eine Quelle für gute Bilder findet. 🙂
Es versteht sich von selbst, daß man halbwegs neutral sein sollte, auch dann wenn der Lieblingsverein spielt. Also Kommentare und Zwischenrufe gerade vom Spielfeldrand aus, sollte man unterlassen. Entweder man ist dort zum Fotografieren oder um sich das Spiel anzuschauen. Beides gleichzeitig kann nicht gut funktionieren.

Lichtbildwerke und Lichtbilder

Als Lichtbildwerke sind Lichtbilder geschützt, bei denen der Urheber durch den gezielten Einsatz eines oder mehrerer Ausdrucksmittel das Bildresultat beeinflußt und prägt, daß eine persönliche und geistige Schöpfung vorliegt. Maßgeblich ist die Prägung durch die Individualität ihres Urhebers, etwa durch die Auswahl des Motivs, der Perspektive oder des richtigen Moments bei Bewegungsvorgängen und Portraits. Dabei zeichnen sich Lichtbildwerke z.B. dadurch aus, daß sie über die gegenständliche Abbildung hinaus eine Stimmung besonders einfangen.
Ob eine bestimmte Fotografie ein Lichtbildwerk darstellt oder nicht, liegt schließlich im Auge des Betrachters. Lichtbilder stellen den Rest aller anderen Fotografien dar. Im Rechtsalltag spielt die Unterscheidung zwischen einem Lichtbildwerk und einem Lichtbild kaum eine Rolle, weil Lichtbilder in entsprechender Anwendung der für Lichtbildwerke geltenden Vorschriften geschützt sind. Damit genießt selbst jedes „Knipsbild“ den Schutz des Urheberrechtsgesetz.
Der Urheberrechtsschutz entsteht mit der Schaffung einer Fotografie selbst, er muß nicht beantragt werden. Jeder Urheber hat ein Recht darauf, daß er bei der Veröffentlichung eines Fotos, und das gilt auch bei Werbeanzeigen, namentlich genannt wird. Die Schutzdauer beträgt bei Lichtbildwerken 70 Jahre nach Tod des Urhebers, bei Lichtbildern sind es 50 Jahre nach der ersten Veröffentlichung.

Welche Rechte hat der Fotograf?

Bei der Veröffentlichung von Bildern sind in erster Linie die Rechte von zwei Gruppen zu beachten. Zum einen das Urheberrecht des Fotografen, zum anderen das Recht am eigenen Bild der abgebildeten Person(en).
Der Fotograf ist immer der Urheber des Bildes, egal ob Profi- oder Hobbyfotograf. Er entscheidet, welche Fotos, wo und in welcher Form verbreitet werden dürfen. Der Fotografenname ist immer zu nennen, wenn ein Foto veröffentlicht wird, außer der Fotograf verzichtet explizit darauf. Soll das Foto bearbeitet, verfremdet oder vervielfältigt werden, ist die Einwilligung des Fotografen notwendig.
Das Urheberrecht kann nie veräußert werden, der Fotograf kann es nie verlieren oder verkaufen. Er kann nur das Recht zur Veröffentlichung verkaufen oder verschenken (wie z.B. mit einem TfP-Vertrag), das bedeutet, ein anderer kann Nutzungsrechte an einem Bild vom Fotografen erwerben. Damit keine Mißverständnisse entstehen, sollten diese Nutzungsrechte detailliert in einem Vertrag geregelt werden. So darf bei einem einfachen Nutzungsrecht das Bild zum vereinbarten Zweck veröffentlicht werden und auch weiterhin vom Fotografen verbreitet werden. Beim ausschließlichen Nutzungsrecht, darf der Fotograf das Bild nur noch eingeschränkt veröffentlichen, im Regelfall wird hierbei vertraglich ein zeitliches Nutzungsrecht bestimmt, nach Ablauf der Frist darf der Fotograf wieder uneingeschränkt das Bild verwenden. Ein exklusives Nutzungsrecht gibt es in Deutschland nicht.
Im Rahmen der Nutzungsrechte sind auch die Änderungsrechte zu beachten. Nur die Bildgröße darf ohne Rücksprache geändert werden. Inhaltliche Änderungen, dazu gehört z.B. die Wahl des Bildausschnitts, sind nur mit Zustimmung des Fotografen erlaubt. Auch die Verwendung des Bildes als Komponente eines Kunstwerks, z.B. einer Collage, oder eine andere Art der Verfremdung, die die Bildaussage verändert, ist nur mit Erlaubnis des Fotografen möglich.

Linkempfehlung:
Wikipedia Stichwort: Urheberrecht
Wikipedia Stichwort: Bildrechte
Internetrecht Rostock Modelvertrag: Urheberrecht vs. Recht am eigenen Bild