Faltreflektoren

Faltreflektor zusammengefaltet in der TascheNach den theoretischen Artikeln über Faltreflektoren im Einsatz sowie über die verschiedenen Arten gibt es hier ergänzend ein paar Bilder von diesen nützlichen Hilfsmitteln. 🙂
Der Vorteil dieser Faltreflektoren ist der geringe Platzbedarf. Selbst größere Versionen sind zusammengefaltet gut transportierbar in der mitgelieferten Tasche. Und für den Anfänger gibt es kostengünstige 5-in-1-Angebote. Das bedeutet, für den Diffusor gibt es einen Bezug, der auf jeder Seite eine andere Beschichtung hat, und somit vielseitig einsetzbar ist. Man dreht den Bezug einfach um, und erhält somit schnell eine andere Reflektorfarbe. Die festbespannten Varianten sind teuerer, dafür aber auch qualitätsmäßig besser verarbeitet. Bei ihnen kann eben kein Reißverschluß klemmen und es reißen auch nicht so schnell die Nähte auf. 😉
festbespannter Faltreflektor geöffnet, Zebra-Seite (Zickzack-Muster in Gold/Silber)festbespannter Faltreflektor geöffnet, Weiße-SeiteFaltreflektor geöffnet, Diffusor mit Silber-Bezug außen und Weiß innenFaltreflektor geöffnet, Diffusor mit Schwarz-Bezug außen und Gold innen

Outdoor-Shooting mit Carmen in Moers

Nach einer Terminverschiebung hat das Shooting mit Carmen nun am vergangenen Sonntag stattgefunden. Wir waren im Schloßpark in Moers.
Mit dem Wetter hatten wir Glück, es war ein schöner Herbsttag, die Sonne blinzelte zwar nur gelegentlich durch die Wolken, aber das war von Vorteil. Wir waren zur Mittagszeit unterwegs, so daß wir schönes diffuses Licht hatten. Bei den Aufnahmen im Schatten habe ich wieder den Aufsteckblitz eingesetzt, um die Szene etwas aufzuhellen, der Einsatz eines Reflektors war aufgrund einer helfenden Hand nicht möglich.
Für das Make-up benötigten wir keine Visagistin, Carmen kann sich gut genug selber schminken, es ist vollkommen ausreichend für natürliche Portrait- und Fashionaufnahmen. Den Rest erledige ich mit der Bildbearbeitung. 😉
Outdoor-Shooting mit Carmen im Schloßpark MoersAbgesehen von den üblichen „ruhenden“ Aufnahmen, haben wir diesmal ein wenig „Action“ hineingebracht. 🙂 Um Spaß und Lebensfreude zu vermitteln, hat Carmen in einer Szene eine Handvoll Laub in die Luft geworfen. Damit wir überhaupt eine brauchbare Aufnahme hinbekommen, habe ich meine Kamera auf Serienbilder eingestellt. Auf mein Signal hin, hat Carmen dann die Blätter hochgeworfen, und ich habe die Serie „geschossen“. Für solche Aktionen benötigt man schon eine Kamera mit schneller Bildfolge, so daß meine „Sportkamera“ (Canon 1D) hier ihre Vorteile ausspielen konnte. Sicherlich wird man auch mit 5 B/s erfolgreich sein, aber die Chancen mit 8 B/s sind eindeutig besser, um schneller die gewünschten Ergebnisse zu erhalten.
Zum einen hatte ich Carmen ein Posing-Buch ausgeliehen, um darin ein wenig zu stöbern, zum anderen merkt man ihr an, daß sie aufgrund der Shootings mittlerweile immer besser selbständig posen kann. Genau wie ich es mir vorgestellt habe, läuft die Zusammenarbeit immer besser. Die nächsten Shootings sind bereits in Planung. Offen ist noch das Schlangen-Shooting, und eine Art Abenteuer-Shooting an einer Burg im Stil von Lara Croft. Diese Shootings werden allerdings etwas aufwendiger, und dabei werde ich sehr wahrscheinlich wieder eine Visagistin hinzuziehen, da wir vermutlich Spezial-Effekte beim Make-up benötigen. Eventuell gibt es ein Doppel-Shooting mit Denise, wenn es denn zeitlich paßt.

Outdoor-Shooting mit Carmen im Schloßpark MoersOutdoor-Shooting mit Carmen im Schloßpark MoersOutdoor-Shooting mit Carmen im Schloßpark MoersOutdoor-Shooting mit Carmen im Schloßpark Moers

Fotomodel Carmen: Sedcard Model-Kartei

Praktische Anwendung von Reflektoren

Mit Reflektor sowie Diffusor kann man bezüglich der Lichtführung fast überall ähnliche Bedingungen schaffen wie im Studio.
Wenn man z.B. bei harter Mittagssonne Aufnahmen machen möchte, ist der Diffusor unverzichtbar. Denn bei direktem, frontalen Sonnenlicht ist es nicht möglich zu fotografieren. Das Model wird von der Sonne geblendet und kann die Augen nicht öffnen. Bei seitlichem Lichteinfall entstehen harte Schatten. Und bei Gegenlicht wird das Gesicht nicht genügend ausgeleuchtet. Man sollte das Fotomodel so platzieren, daß das Licht von schräg vorne kommt, ähnlich dem Hauptlicht im Studio. Zwischen Sonne und Model positioniert man dann den Diffusor. Die der Sonne abgewandte Gesichtshälfte wird dagegen mit einem Reflektor aus Gold- oder Sonnenbeschichtung aufgehellt. So erhält man eine ausgewogene Ausleuchtung, die noch genügend Tiefe und Kontrast hat.
Eine andere Möglichkeit ist, das Fotomodel komplett im Schatten zu platzieren und mit einem oder sogar mehreren Reflektoren das Sonnenlicht indirekt auf das Motiv zu lenken. Hierzu eignen sich ebenfalls goldfarbene Reflektoren, die viel Sonne und warme Hauttöne ins Bild bringen.
Der beste Reflektorhalter ist immer noch der Mensch. Ein Assistent ist in der Lage auf Anweisungen des Fotografen zu reagieren, und durch feine Änderungen in der Haltung das Licht präzise zu führen.
Leider hat man nicht immer eine menschliche Hilfe beim Shooting dabei. Wenn man dann auf Stative zurückgreift, sollte man auf stabile Querbefestigungen achten, denn nur dieses können zwei Hände ersetzen. Wenn Stative nur eine senkrechte Halterung aufweisen, wird sich draußen bei leisestem Wind der Reflektor bewegen und eventuell drehen, daher nicht in optimaler Stellung bleiben.
Für den Diffusor benötigt man Halterungen, die nicht hinter dem Diffusor verlaufen, weil sonst deren Schatten auf das Motiv fallen würden.

Outdoor-Shooting mit Lisa & Koray

Betrachtet man die aktuelle Wetterlage und berücksichtigt man die Jahreszeit, dann dürfte das Shooting am Samstag mit Lisa und ihrem Freund Koray vermutlich das letzte Outdoor-Shooting für dieses Jahr gewesen sein. Sehr weit im voraus läßt sich nun nichts mehr planen, eventuell ergibt sich aber noch spontan ein kurzfristiges Shooting. Hierbei ist es von Vorteil, wenn die Fotomodelle aus der Nachbarschaft kommen. 😉
Outdoor-Shooting mit Lisa im Schönhausen-Park KrefeldLisa war vor einiger Zeit als Begleitung bei einem Shooting mit Denise dabei gewesen. Bereits damals in Moers haben wir ein paar Probe-Aufnahmen gemacht, einzeln mit ihr wie auch zusammen mit Denise. 🙂 Obwohl sie Anfängerin ist, sind schon bei diesen wenigen Bildern schöne Ergebnisse entstanden. Somit hatten wir eine gute Grundlage geschaffen für eine weitere Zusammenarbeit, denn wir haben uns also vorab schon kurz kennengelernt, und Lisa hatte mitbekommen, wie Foto-Aufnahmen bei mir ablaufen. Vermutlich waren dies auch Gründe, die sie veranlaßt haben, bei mir nach einem Shooting-Termin zu fragen. 😉 Die Gelegenheit ein neues Model zu gewinnen, konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Erfreulicherweise hatte ich kurzfristig einen Termin frei, und glücklicherweise spielte das Wetter dann auch noch mit. 🙂 Es ist üblich, daß das Model zumindest beim ersten Shooting eine Begleitperson mitbringt. In diesem Fall fragte Lisa, ob ihr Freund mitkommen dürfte, und wir eventuell sogar Paar-Aufnahmen machen könnten. Das war mir nur Recht, denn selten findet man einen jungen Mann, der sich vor die Kamera traut. Und Bilder von Paaren kann man auch nicht alle Tage machen. 😉
Outdoor-Shooting mit Lisa und Koray im Schönhausen-Park KrefeldAls Location hatte ich den Schönhausen-Park gewählt. Dieser Park bietet eine abwechslungsreiche Kulisse mit der alten Villa, unterschiedlichen Brücken, einem Springbrunnen und dem Teich. Damit hatten verschiedene Möglichkeiten, um einige Szenen und Hintergründe zu probieren. Außerdem hatten wir Glück, daß der Herbst noch nicht zu weit fortgeschritten war, und manche Bäume noch ein schönes farbenprächtiges Blätterwerk besaßen, so daß wir auch ein bißchen Herbststimmung in den Bildern einfangen konnten.
Die Lichtverhältnisse waren durchwachsen, mal schien die Sonne, dann war es wieder bewölkt, und unter den Bäumen war es so oder so etwas dunkler. Für Available Light-Fotografie also wieder eine kleine Herausforderung. Einen Beleuchtungsassistent hatte ich nicht dabei, deshalb war es schwierig einen Reflektor einzusetzen, ich verwendete stattdessen den Aufsteckblitz. Blende und Zeit habe ich an der Kamera eingestellt, ebenso habe ich die Werte am Blitzgerät manuell vorgegeben. Ausgangspunkt war für mich die Blende, denn ich wollte genügend Schärfentiefe, um beide Personen im Bild scharf abzubilden. Das bedeutete, ich benötigte eine kleine Blende ab Wert 8, die Zeit ergab sich daraus zwangsläufig, um ein korrekt belichtetes Bild zu erhalten. Entweder man misst nun die Werte per Belichtungsmesser, oder man tastet sich langsam durch Versuch und Irrtum, also mit Testaufnahmen an die entsprechende Zeit heran. Sollte die ermittelte Belichtungszeit zu lang sein, kann man durch erhöhen der ISO-Zahl dem entgegen wirken. Aufgrund dieser Vorgehensweise erhält man dannzwar ein weitestgehend korrekt belichtetes Bild, aber hierbei ist nur die Gesamtlichtsituation berücksichtigt. Es kann durchaus sein, daß das Hauptmotiv, nämlich das Fotomodel und hier vor allem das Gesicht entweder generell zu dunkel erscheint oder unschöne Schatten zu sehen sind. Für diese Fälle ist der Blitz nützlich. Ich stelle ihn dann ebenfalls manuell ein, und taste mich dabei genauso langsam an den benötigten Wert heran. Die volle Blitzleistung ist nämlich selten notwendig, dann erhält man nur die eindeutig erkennbaren Blitz-Fotos. Ich möchte nur eine leichte Aufhellung erreichen, und nebenbei die Spitzlichter in den Augen bekommen, die dem Bild zusätzlich etwas Lebendigkeit vermitteln.
Outdoor-Shooting mit Lisa und Koray im Schönhausen-Park KrefeldObwohl es zwei Anfänger-Models waren, haben wir in der kurzen Zeit einige schöne Bilder erhalten. Die Atmosphäre war locker und entspannt, und wir waren mit Spaß bei der Sache. Wie zufrieden meine Fotomodelle sind, erkenne ich immer daran, wenn sie im Nachhinein, ohne überhaupt schon Ergebnisse erhalten zu haben, bereits den Wunsch nach einer Fortsetzung, sprich einem weiteren Shooting äußern. Eine bessere und schönere Bestätigung für einen Fotografen gibt es kaum. 🙂

Welche Reflektoren gibt es?

Die Reflektoren gibt es mittlerweile in verschiedenen Farbversionen. Jede Beschichtung dient diversen Zwecken, die Gold- und Silbertöne bewirken unterschiedliche Lichttemperaturen.

  • Diffusor
    Mit dem Diffusor kann man direkt einfallendes Sonnenlicht streuen und abschwächen, dadurch vermeidet man Überstrahlungen. Im Studio kann man ihn zur Dämpfung von Lampenlicht verwenden und man erhält weiches, gleichmäßiges Licht.
  • Weiß 5600 K
    Der weiße Reflektor dient als Aufheller, und eignet sich für eine weiche Portraitbeleuchtung. Es ergibt sich eine farbneutrale Helligkeit.
  • Schwarz
    Der schwarze Reflektor wird zur Absorption von Licht genutzt, mit ihm kann man z.B. also gezielt Bildteile abdunkeln oder unbeabsichtigen Lichteinfall verhindern.
  • Silber 5600 K
    Dieser Reflektor ergibt ein starkes und klares Licht. Er bringt die höchste Lichtausbeute von allen Farben. Damit entstehen sehr kontrastreiche Bilder mit harten Lichtreflektionen.
  • Soft Silber 5600 K
    Hier hat man eine Mischung aus weißen und silbernen Streifen. Damit entstehen Bilder mit der Stärke des Silberreflektors und den Feinheiten eines weißen Aufhellers.
  • Gold 3800 K
    Goldfarbige Reflektoren lassen warme Hauttöne entstehen und verringern die Farbtemperatur erhbelich. Es ergibt sich ein weiches, warmes Licht wie bei einem Sonnenuntergang.
  • Sunfire 4750 K
    Dieser Reflektor besteht zur Hälfte aus silbernen sowie goldenen Streifen. Er wurde speziell für die Digitalfotografie entwickelt. Denn dabei erweist sich ein Goldreflektor wegen des starken Gelbanteils des Lichts oft als zu präsent, so daß in den Bildern ein deutlicher Farbstich erkennbar ist.
  • Sunlite 5000 K
    Der Reflektor enthält eine Kombination von zwei Anteilen Silberstreifen zu einem Anteil Goldstreifen. Er erzeugt im Vergleich zu Sunfire helleres und weicheres Licht.
  • Softgold
    Dieser Reflektor besteht ebenfalls zur Hälfte aus silbernen sowie goldenen Streifen. Die Streifen sind allerdings in einem Zickzackmuster aufgetragen. Dadurch erhält man ein warmes, sommerliches Licht mit idealen Hauttönen.
  • Sunflame
    Auch Sunflame mischt Gold- und Silberfarben, um natürliche Hauttöne zu erhalten und einen Sonneneffekt.