Fotomodel (w) gesucht

Hervorgehoben

Fürs erste Shooting plane ich im Regelfall ein kleines Outdoor-Shooting ein, es besteht aber auch die Möglichkeit in ein Studio in Viersen zu gehen. Gerade für Einsteigerinnen in die Model-Tätigkeit bietet sich ein Outdoor-Shooting an, weil man dort das Umfeld miteinbeziehen kann, und das Posing einfacher ist als im Studio, wo man mehr oder weniger auf sich allein gestellt ist. Je nach Wetterlage, wieviel vor Ort los ist und welche Ideen wir haben, würde es ca. 1,5 – 2 Stunden dauern. Dieses Shooting dient dazu, sich ein wenig kennenzulernen, zu schauen, wie die Zusammenarbeit funktioniert und für Model-Anfänger zum Eingewöhnen an „die Arbeit eines Fotomodels“. Wenn es dann Spaß macht und Interesse an einem größeren Projekt besteht, z.B. mit Spezial-Make-up oder ein bestimmtes Thema, wird dies danach in Ruhe geplant. Bei einem U18-Model sollte mindestens eine Begleitperson dabei sein, im Idealfall jemand Ü18. Eine Freigabeerklärung (Model-Release) ist selbstverständlich. Alle „brauchbaren“ bzw. vorzeigbaren Bilder gibt es auf CD, je nach Ausbeute werden davon bis zu ca. 10 Stück bearbeitet (Portraitretusche).

Outdoor-Shooting im Revierpark Mattlerbusch

Mein zweites Outdoor-Shooting in diesem Jahr war eine gewagte Aktion aufgrund mehrerer Aspekte. Zwar treffe ich mich mittlerweile immer vorab mit dem Fotomodel, um es etwas kennenzulernen und um das geplante Foto-Shooting zu besprechen, aber das sagt natürlich noch nicht viel darüber aus, wie die Zusammenarbeit tatsächlich verlaufen wird. Mit ein wenig Menschenkenntnis kann man aber aus dem Gespräch schon absehen, ob es passen könnte oder nicht. 😉
Nachdem ich in letzter Zeit einige negative Erfahrungen gemacht habe, weil die Fotomodelle kurzfristig Shooting-Termine abgesagt hatten bzw. sogar unentschuldigt nicht zum Vorab-Treffen erschienen sind, 🙁 habe ich es diesmal mit einem U18-Model versucht. Bei minderjährigen Models haben die Erziehungsberechtigten die Erlaubnis für Foto-Aufnahmen zu erteilen und auch den Model-Vertrag zu unterschreiben. Aus diesem Grund habe ich gehofft, daß ich dieses Mal mit mehr Zuverlässigkeit seitens des Models rechnen kann; und so war es dann auch. 🙂 Denise erschien mit ihrer Mutter beim Treffen sowie auch beim Shooting. Das ist auch oberstes Gebot bei Foto-Aufnahmen mit Minderjährigen, das Model sollte immer von einem Erwachsenen, möglichst einem Erziehungsberechtigten, begleitet werden.
Auch wenn Denise bereits einige Shootings durchgeführt hatte, so war sie logischerweise auch aufgrund ihrers Alters noch unerfahren bezüglich des eigenständigen Posings. Das bedeutet für mich als Fotografen, daß ich mich nicht nur um die technische Seite zu kümmern habe, sondern auch noch genauer auf das Posing des Models zu achten und es ggfs. zu korrigieren habe. Dieser Punkt trifft selbstverständlich ebenfalls auf volljährige Fotomodelle zu, die zum ersten Mal vor der Kamera stehen, daran sollte man als Fotograf also immer denken, wenn man mit Anfängern egal welchen Alters zusammenarbeitet.
Abgesehen von dem unerfahrenen, minderjährigen Fotomodel hatte ich es auch noch mit einer unbekannten Location zu tun, denn Denise hatte sich den Revierpark Mattlerbusch in Duisburg als Location ausgesucht. Um nicht ganz unvorbereitet dazustehen, bin ich frühzeitig vor dem Shooting-Termin hingefahren, und habe den Park etwas ausgekundschaftet. Der Park bietet mit seinen Grünflächen und einem kleinen angrenzenden Waldgebiet einige Möglichkeiten. Abgesehen von den Grünanlagen, gibt es auf den Wiesen große Steine bzw. Felsblöcke unterschiedlicher Form und Farbe die man als „Requsite“ nutzen kann, Steinmauern in verschiedener Höhe und Form, sowie die Saline und einen kleinen künstlichen Wasserfall.
Mit dem Wetter hatten wir Glück, es war trocken und warm, allerdings waren wir zu früh vor Ort. Da es nur gering bewölkt gewesen ist, schien überwiegend die Sonne, d.h., um 14:30 hatten wir es noch mit sehr harten Licht zu tun. Unter diesen Bedingungen wäre ein Assistent hilfreich gewesen, der mit Reflektor bzw. Diffusor die Lichtverhältnisse hätte verbessern können. In diesem Punkt war ich schlecht vorbereitet, da habe ich mich vom Wetter überraschen lassen. Aber nur aus Fehlern lernt man, und macht es dann beim nächsten Mal besser. 😉
Im Schatten konnte ich mit einem Aufhellblitz die Lichtverhältnisse besser kontrollieren, aber im grellen Sonnenlicht war es schon schwieriger die Lichtsituation zu meistern. Vor allem dann, wenn sich plötzlich doch mal wieder ein paar Wolken vor die Sonne geschoben haben. Diese ständigen wechselnden Lichtverhältnisse waren schon eine Herausforderung, da sehnt man sich ins Studio zurück. 😉
Trotz aller widrigen Umstände und Unwägbarkeiten haben wir gute Ergebnisse erzielt, und es sieht nach einer vielversprechenden Zusammenarbeit aus, die vermutlich in Folgeshootings fortgeführt wird. Nicht zuletzt auch durch die abschließende Foto-Serie, die wir spontan auf dem Heimweg aufgenommen haben. Bei einem kurzen Zwischenstop, haben wir noch ein paar Aufnahmen in einem Rapsfeld gemacht. Allein für diese Bilder hat sich der Tag gelohnt. 🙂 Der bewölkte Himmel sorgte am späten Nachmittag für weiches Licht, das kräftige Gelb des Felds bildete den richtigen Rahmen für das ausdrucksstarke, hübsche Gesicht von Denise. Damit konnten wir mit sehr starken Portraitbildern nach Hause fahren.
Denise im Revierpark Mattlerbusch DuisburgDenise im Revierpark Mattlerbusch DuisburgDenise im Revierpark Mattlerbusch DuisburgDenise im Revierpark Mattlerbusch Duisburg

Fotomodel Denise: Sedcard Model-Kartei

Aufnahmebereiche in der Peoplefotografie

Foto-Aufnahmen von Menschen werden meistens in unterschiedliche Bereiche eingeteilt. Die folgenden Definitionen sind allerdings nur ein grober Ansatz, denn so strikt lassen sich die verschiedenen Aufnahmebereiche nicht trennen.Vor jedem Foto-Shooting sollten die Einzelheiten zwischen Fotograf und Model geklärt werden, damit es nicht zu Mißverständnissen während der Aufnahmen kommt.

  • Mode (Fashion)
    Fashion-Aufnahmen dienen in erster Linie der Präsentation von Bekleidung ggfs. mit Accessoires. Dessous- oder Bikinifotos fallen normerlweise nicht hierunter. Auch wenn das Model weitestgehend angezogen ist, so dürfen trotzdem weder Brustwarzen noch Schambereich in irgendeiner Form zu sehen sein.
  • Portrait
    Beim Portrait ist der Mensch das bildbestimmende Element, er wird in künstlerischer Art und Weise dargestellt. Hier sollen bestimmte Charakterformen des Fotografierten zum Ausdruck kommen. Da beim klassischen Portraitbild bestenfalls der Oberkörper bis zum Brustansatz aufgenommen wird, dürfen keine Brustwarzen eines weiblichen Models sichtbar sein.
  • Dessous / Bademode
    Diese Bilder zeigen Models in Dessous oder Bikini sowohl in Bild-Ausschnitt als auch in Ganzkörper-Aufnahmen. Häufig wird für erotische Fotos diese Aufnahmeform gewählt, da durch die Bekleidung der Jugendschutz gewahrt wird und diese Bilder im Regelfall unter FSK 16 liegen. Auch bei diesen Bildern dürfen weder Brustwarzen noch der Schambereich des Fotomodels sichtbar sein.
  • Glamour
    Glamour-Fotos stellen exklusive Aufnamen in aufwendigen Kleidern oder Kostümen dar. Ergänzend dazu wird oft auch ein aufwendiges Makeup und Styling verwendet, das die Bildaussage unetrstreichen und das Gesamtbild abrunden soll.
  • Teilakt (Topless) / Halbakt
    Die Darstellung in Teilakt bedeutet, daß der Oberkörper unbekleidet ist, es sich also um eine obenohne (topless) Aufnahme handelt. Der restliche Körper ist bekleidet oder zumindest z.B. mit einem Tuch verhüllt, so daß der Schambereich des Models verdeckt ist.
  • Klassischer Akt
    Fotos aus dem Bereich Klassischer Akt zeigen ein Model unbekleidet. Der Schambereich ist sichtbar, allerdings Schamlippen oder Klitoris nicht erkennbar.
  • Verdeckter Akt
    Der verdeckte Akt ist im Grunde eine Teilakt-Aufnahme, bei der das Model insgesamt unbekleidet ist, aber der Schambereich nicht sichtbar, also verdeckt ist.
  • Freizügiger Akt
    Freizügiger Akt ist ähnlich wie der klassische Akt, jedoch ist der Schambereich zu sehen. Schamlippen oder Klitoris sind zu erkennen und das Model kann auch in einer Nahaufnahme (Vagina / Penis) fotografiert werden.
  • Pinkshot
    Unter einem Pinkshot versteht man die Aufnahmen, auf denen das weibliche Geschlechtsorgan (Vagina, äußere Schamlippen, innere Schamlippen und Scheideneingang) gezeigt wird. Es heißt Pinkshot, weil vom Model die Schamlippen geöffnet werden und man die rosafarbene Haut der Vagina (das innere der Scheide) sieht. Ein Pinkshot ist die Steigerung vom „Freizügigen Akt“.
  • Softcore
    Bei Softcore-Aufnahmen ist der Schambereich eines Models deutlich zu sehen. Bei diesen Fotos ist z.B. der Pinkshot zu sehen oder das Model führt vor der Kamera des Fotografen Selbstbefriedigung durch (z.B . mit Toys oder mit den Fingern).
  • Hardcore (Adult)
    Bei Hardcore-Fotos ist der Schambereich eines Models ebenfalls deutlich zu sehen und das Model hat Sex vor der Kamera, also jede Art von Geschlechtsverkehr mit einem oder auch mehreren Partnern. Hardcore-Aufnahmen werden auch oft mit dem Synonym Adult ( erwachsen / Erwachsene ) bezeichnet.

Es versteht sich von selbst, daß Fotomodelle, die noch nicht volljährig sind, nur in den Bereichen Portrait, Mode und Glamour eingesetzt und abgelichtet werden. Solange keine aufreizenden Posen aufgenommen werden, sind im Einzelfall bei Modellen, die zumindest über 16 Jahre alt sind und solche Bilder wünschen, auch Aufnahmen im Bereich Bademoden und Dessous möglich. Allerdings halte ich persönlich es schon für sehr gewagt, solche Bilder anzufertigen und vor allem dann auch zu veröffentlichen. Bei Modellen unter 16 Jahre verzichte ich grundsätzlich auf diese Aufnahmen. Für diese Bilder ist eine gewisse körperliche sowie seelische Reife notwendig, die meiner Meinung nach bei Minderjährigen noch nicht gewährleistet ist.

Achtung!
Sind die Models zumindest über 16 Jahre alt, haben sie das Model-Release zu unterschreiben.
Bei Fotomodellen unter 18 Jahren haben beide Erziehungsberechtigten immer den Vertrag zu unterschreiben!

Fotomodelle (3)

Fotomodell-Vertrag

Auch wenn die ersten Fotomodelle vielleicht sehr gute Bekannte sind, sollte man von Anfang an nur mit Absicherung durch einen Model-Vertrag fotografieren. Dieses Model-Release (= Freigabeerklärung) klärt die Nutzungsrechte für die angefertigten Fotos. Der Fotograf ist zwar immer der Urheber, aber dieses Recht räumt ihm nicht die Erlaubnis ein, die Bilder auch zu veröffentlichen. Wenn man also die Fotos präsentieren möchte (z.B. Homepage, Community-Galerie usw), dann benötigt man eine Freigabe dafür vom Fotografierten. Vor allem wenn das Model noch nicht volljährig ist, ist ebenfalls die Erlaubnis der Erziehungsberechtigungen einzuholen. Auch wenn theoretisch eine mündliche Vereinbarung ausreicht, so ist man mit einem schriftlichen Vertrag auch in Zukunft auf der sicheren Seite. Denn man weiß nie, ob sich das Model es nicht eines Tages überlegt, und dann doch nicht möchte, daß die Fotos veröffentlicht werden. Gerade im Bereich Akt- und Erotikfotografie könnte es passieren, daß das Fotomodel aus privaten und/oder beruflichen Gründen eine Veröffentlichnung untersagen möchte.

Die Beispielverträge enthalten jeweils die wichtigsten Punkte, die unbedingt aufgeführt sein sollten. Diese Model-Releases dienen als Basisvorlage, die den eignen Wünschen (z.B. Layout, Logo usw) entsprechend angepaßt werden können. Ich habe die Verträge selber aus bestehenden Vorlagen zusammengestellt und kann daher keine rechtliche Gewährleistung übernehmen.
Beispiel für einen Model-Vertrag