Faltreflektoren

Faltreflektor zusammengefaltet in der TascheNach den theoretischen Artikeln über Faltreflektoren im Einsatz sowie über die verschiedenen Arten gibt es hier ergänzend ein paar Bilder von diesen nützlichen Hilfsmitteln. 🙂
Der Vorteil dieser Faltreflektoren ist der geringe Platzbedarf. Selbst größere Versionen sind zusammengefaltet gut transportierbar in der mitgelieferten Tasche. Und für den Anfänger gibt es kostengünstige 5-in-1-Angebote. Das bedeutet, für den Diffusor gibt es einen Bezug, der auf jeder Seite eine andere Beschichtung hat, und somit vielseitig einsetzbar ist. Man dreht den Bezug einfach um, und erhält somit schnell eine andere Reflektorfarbe. Die festbespannten Varianten sind teuerer, dafür aber auch qualitätsmäßig besser verarbeitet. Bei ihnen kann eben kein Reißverschluß klemmen und es reißen auch nicht so schnell die Nähte auf. 😉
festbespannter Faltreflektor geöffnet, Zebra-Seite (Zickzack-Muster in Gold/Silber)festbespannter Faltreflektor geöffnet, Weiße-SeiteFaltreflektor geöffnet, Diffusor mit Silber-Bezug außen und Weiß innenFaltreflektor geöffnet, Diffusor mit Schwarz-Bezug außen und Gold innen

Helfer zur Lichtgestaltung (2)

Softboxen sind recht- oder achteckige Boxen die auf den Blitzkopf angebracht werden. Eine rechteckige Softbox ab Seitenverhältnis 1:3 bezeichnet man auch als Striplight. Im Grunde ähnelt eine Softbox einem Reflektor, denn der hintere Teil ist lichtundurchlässig und reflektiert das Licht nach vorne. Die sehr große Öffnung und die davor angebrachte Bespannung mit lichtdurchlässigem Stoff machen den großen Unterschied aus. Aufgrund der Größe erreicht man eine gleichmäßigere Ausleuchtung des Motivs und verhindert harte Schatten. Der Stoff erzeugt zusätzlich diffuses, d.h., weiches Licht. Je größer die Softbox, desto weicher das Licht, und umso weniger Schatten.
Mit achteckigen Softboxen, sogenannten Octoboxen arbeitet man im Regelfall bei der Portraitfotografie. Reflektierende Flächen wie auch das menschliche Auge reflektieren das Umgebungslicht in Form der Lichtquelle. Eine Octobox erzeugt daher einen runden Lichtpunkt im Auge, der eher an die Sonne erinnert, und deshalb vom Betrachter nicht als fremd und störend empfunden wird.
Schirme sind gegenüber Softboxen eine preisgünstige Alternative, um weiches Licht zu erzeugen. Diese Schirme sehen aus wie Regenschirme, lassen sich auch dementsprechend zusammenfalten und daher gut transportieren und schnell aufbauen. Sie werden mit dem Metallstab entweder in einer Halterung am Blitzkopf befestigt oder mit Klammern an einem Stativ und vor dem Blitz positioniert.
Der Reflexschirm ähnelt eher den Lichbündlern. Der lichtundurchlässige Schirm wird vor die Lichtquelle montiert, so daß das Licht in die Gegenrichtung umgelenkt wird. Somit kann man das Licht genauer ausrichten. Aufgrund der größeren Reflexionsfläche gegenüber eines Normalreflektors wird weicheres Licht erzeugt. Reflexschirme gibt es in den Farben weiß, silber und gold, so daß man die Lichtfarbe in gewissen Grenzen verändern kann.
Ähnlich einer Softbox streut der Durchlichtschirm das Licht, und erzeugt eine große weiche Lichtquelle. Dieser Schirm wird vor den Blitzkopf aufgespannt und dient daher als Diffusor.

Diese Aufzählung der Lichtformer ist sicher nicht vollständig, sie soll nur einen kurzen Überblick geben, welche technischen Möglichkeiten grundsätzlich gegeben sind. Die verschiedenen Lichtformer gibt es in unterschiedlichen Größen und Formen, preisgünstig wie auch qualitativ hochwertig verarbeitet und dadurch sicher zu teuer für den Hobbyfotografen. Genau wie bei der Foto-Ausrüstung sollte man vorher genau überlegen, was man unbedingt benötigt. Für den Anfang kommt man mit einem Faltreflektor bei Outdoor-Shootings bestimmt aus, eine portable Blitzanlage mit Schirmen oder sogar Softboxen wäre sicher zuviel des Guten. Es gibt mittlerweile kleine Aufsteck-Diffusor und auch Mini-Softboxen für den Aufsteckblitz, so daß man hiermit den typischen Eindruck von Blitzaufnahmen in den Bildern bereits abmildern wenn nicht sogar verhindern kann. Diese „Hilfsmittel“ sind eine gute und preisgünstige Alternative zu kostengünstigen Blitzanlagen mit entsprechenden Lichtformern, die qualitativ selten besser sind, und noch wesentlich schlechter transportiert werden können. Ein Aufsteckblitz mit (zusammenfaltbarer) Mini-Softbox paßt meistens noch in die Foto-Tasche. Ein Blitzkopf mit Softbox benötigt dagegen schon eine zusätzliche Transportmöglichkeit.