Ausblick 2014

Nachdem ich nun nicht mehr nebenberuflich tätig bin, sondern nur noch freizeitmäßig die Fotografie betreibe, kann ich mich hoffentlich wieder um andere Dinge kümmern, z.B. mal wieder ein richtiges Foto-Shooting durchführen. 🙂
Technisch habe ich bereits mit der Aufrüstung bzw. Aktualisierung bekommen. Der neue PC, der speziell auf Bildbearbeitung aus- und eingerichtet ist, ist einsatzbereit. Zum Jahreswechsel werde ich mich mit meiner Homepage und den Galerien befassen. Hier ist einiges zu tun, denn das Erscheinungsbild kommt doch recht hausbacken daher, und sollte einmal aktualisert bzw. modernisiert werden. Ich hoffe, ich werde innerhalb der Winterpause beim Fußball, in kurzer Zeit mit allem fertig. Denn so wie es aussieht, werde ich vorerst weiterhin beim GSV Moers fotografieren, und dann ist es von Vorteil, eine funktionsfähige, ansehnliche Galerie zu haben. Und eventuell ergibt sich daraus im Frühjahr bereits das ein oder andere Foto-Shooting, denn potenzielle Fotomodelle gibt es im Verein genug. 😉

Rückblick 2013

Es ist ja sehr, sehr lange her, dass ich hier etwas geschrieben habe. 🙁 Es ist aber gut möglich, dass sich das demnächst wieder ändern wird. 🙂
Bereits gegen Ende 2012 habe ich mehr oder weniger meine nebenberufliche Tätigkeit als Sportfotograf eingestellt. Im Jahr 2013 bin ich dann nur noch spordisch bei sehr wenigen Veranstaltungen gewesen, auch beim Hockey habe ich nur noch selten fotografiert.
Es hat sich gezeigt, dass der Aufwand sehr hoch ist, vor allem wenn man die Sportfotografie wirklich ernsthaft und wirtschaftlich betreiben will. Schon der zeitliche Aufwand ist immens, gerade wenn man nebenberuflich tätig ist. Da bleibt einem im Grunde keine Freizeit mehr, und auch das übrige soziale Umfeld leidet. Ganz zu schweigen von der Wirtschaftlichkeit, denn finanziell lohnt es sich überhaupt nicht. Daher habe ich mich entschlossen, die berufliche Fotografie „an den Nagel zu hängen“, und wieder nur noch freizeitmäßig zur Kamera zu greifen. 🙂
Da ich auch bei einer Freizeitbeschäftigung mit gewisser Planung und Organisation herangehe, habe ich mir zuerst einmal einen Sportverein aus der Nähe gesucht, der mit seinen unterschiedlichen Mannschaften relativ höherklassig spielt. 😉 Dabei bin ich dann auf den GSV Moers gestossen, und während der Hinrunde der Spielzeit 2013/14 bei den Frauen- und Mädchenmannschaften hängen geblieben. 🙂
Und da kaum ein Fotograf nur für die eigene Festplatte fotografiert, sind meine Bilder bei fupa.net zu sehen. Meine eigene Galerie werde ich in naher Zukunft aktualisieren, und dabei dann auch versuchen, das hausbackene Aussehen loszuwerden, und etwas frischen (moderneren) Wind hereinzubringen.

Einstieg in die Sportfotografie (4)

Lohnt sich Sportfotografie?

Wenn es um das fotografische Thema geht: Ja!

Wenn es ums Geld verdienen geht: Eventuell!

Im lokalen und regionalen Bereich wird man als Einsteiger nur selten Bilder verkaufen können, weil die Zeitungen bereits ihre, für sie längerfristig tätigen, Fotografen haben bzw. Verträge mit Bildagenturen besitzen. Hier fällt nur hin und wieder mal etwas ab, wenn die Kollegen ausgebucht oder im Urlaub sind und keine Zeit haben.
Überregionale Agentur-Arbeit bedeutet, dass man schnell und qualitativ gute Fotos zu liefern hat. Nur wenn die Redaktionen rechtzeitig versorgt werden können, hat man überhaupt eine Chance Bilder verkauft zu bekommen. Man benötigt dazu eine entsprechende Ausrüstung, von der Kamera und den Objekiven über Laptop bis hin zu nützlichem Zubehör (Klapphocker, Stativ, Regenschutz usw.). Also während des Spiels ein bisschen knipsen, danach in Ruhe nach Hause fahren, um sich dann gemütlich die Bilder anzuschauen und zu bearbeiten, kann man sich als Fotojournalist nicht leisten.
Fotografen belagern den Spieler Ailton nach seinem ersten Spiel in der Niederrheinliga für den KFC UerdingenDas ist die erste Frage, die man sich stellen sollte: »Möchte ich mir das antun?« Außerdem ist der Nachteil bei einer Agentur, dass man verständlicherweise vom Honorar nur einen Anteil bekommt. Dabei zahlen die Zeitungen von vornherein schon wenig. Aber wie gesagt, alleine ist es noch schwieriger seine Bilder loszuwerden. Hinzu kommt, dass viele Hobbyfotografen am Preisverfall mitarbeiten, in dem sie Bilder verschenken. Damit erkaufen sie sich meistens die Akkreditierung. Die Vereine freuen sich natürlich, kostenlos Bilder zu bekommen, alle Berufsfotografen stehen allerdings mit leeren Händen da. Daher sollte man sich als angehender Sportfotograf überlegen, ob und wem man Bilder kostenlos überlässt. Zum einen fällt es dann später schwerer Honorar von demjenigen zu verlangen, dem man bisher Fotos geschenkt hat, zum anderen zerstört man nicht nur sich selbst, sondern auch allen anderen den Markt.
Wer die Sportfotografie als Hobby betreibt oder nur nebenberuflich tätig ist, für den bleibt sie eine interessante Freizeitbeschäftigung, mit der man mal mehr aber meistens doch eher wenig Geld nebenbei verdienen kann. Immerhin darf man aber bei mancher großen Sportveranstaltungen dabei sein, und von Stellen fotografieren, an die kein normaler Zuschauer hinkommt. Deshalb sollte man zu Beginn den Fokus weniger aufs Geld verdienen legen, sondern vielmehr auf die Tätigkeit bzw. die Ergebnisse. Wer auf Dauer qualitativ hochwertige Fotos präsentieren kann, der dürfte letztendlich die größten Chancen haben, sich bei Zeiten gut vermarkten zu können.

Antwort zur Frage aus dem vorherigen Beitrag:
Woher kommt die Bezeichnung »Paparazzi«?
Im Film »La Dolce Vita« (1960 von Federico Fellini) werden die beiden Hauptdarsteller Anita Ekberg und Marcello Mastroianni von einem Fotografen aufdringlich verfolgt. Der Rollenname dieses Fotografen ist »Paparazzo« (gespielt von Walter Santesso). Seitdem werden die Kollegen, die Prominenten auflauern oder sie ständig verfolgen, als »Paparazzi« bezeichnet.

Einstieg in die Sportfotografie (3)

Wie fängt man an?

Wie bereits erwähnt, ist der Bildberichterstatter ein Freiberufler. Um so eine Tätigkeit aufnehmen zu können, reicht ein Anruf beim Finanzamt aus. Man teilt dem zuständigen Sachbearbeiter mit, dass man eine freiberufliche Tätigkeit ausüben möchte, in diesem Fall den Beruf des Bildberichterstatters. Daraufhin wird einem der Betriebseröffnungsbogen zugeschickt. Dieses Formular sendet man ausgefüllt zurück, und erhält dann eine Steuernummer. Damit darf man offiziell Rechnungen schreiben, hat allerdings auch eine Buchführung zu machen, und unter Umständen mit der Umsatzsteuervoranmeldung zu tun.
Da dieses Thema sehr individuell zu betrachten ist bezüglich der jeweiligen Situation, der persönlichen Verhältnisse, Geschäftsplanung und -aussichten, kann ich nur raten, sich vorher mit einem Steuerberater zu unterhalten. Gerade in Steuerfragen kann es hilfreich sein, wenn man von einem Experten unterstützt wird, als Stichwort sei hier nur die Kleinunternehmerregelung nach §19 EStG erwähnt. Entscheidet man sich dafür, spart man sich die Umsatzsteuervoranmeldung, kann andererseits aber auch keine Vorsteuer geltend machen. Es hängt eben viel davon ab, in welcher Größenordnung man ins Geschäft einsteigt, haupt- oder nebenberuflich. Ist eine reguläre sog. doppelte Buchführung notwendig oder reicht die EÜR? Man sieht, es sind einige Fragen vorab zu klären, bevor man das erste Bild verkaufen kann. Übrigens, die Anmeldung beim Finanzamt ist kostenlos im Gegensatz zur Gewerbe­anmeldung.
Falls man nicht nur aktuelles Zeitgeschehen fotografieren möchte, sondern auch beabsichtigt in die Portrait- und Hochzeitsfotografie einzusteigen, dann darf man das nicht als Bildberichterstatter tun.
Alles was nicht unter Bildberichterstattung fällt, ist Fotografie, und derjenige der sie betreibt ist Fotograf. Da es sich hierbei um eine handwerkliche Tätigkeit handelt, ist eine Gewerbeanmeldung bei der Stadtverwaltung (Gewerbe- oder Ordnungsamt) notwendig. Das Finanzamt wird danach automatisch informiert, und schickt wiederum den Betriebseröffnungsbogen zu. Die steuerlichen Fragen bzw. Entscheidungen sind dieselben wie bei einer freiberuflichen Tätigkeit. Also ist es auch hierbei empfehlenswert sich vom Fachmann beraten zu lassen. Außerdem erfolgt durch die Gewerbeanmeldung automatisch die Meldung bei der IHK und der Berufsgenossenschaft. Hierdurch können zusätzliche Gebühren und Beiträge anfallen, so dass man wie bei fast jeder Geschäftseröffnung zuerst überlegen sollte, ob sich gewisse Ausgaben am Anfang lohnen. Eventuell konzentriert man sich erst auf den Bereich der Bildberichterstattung, und erweitert ihn zu gegebener Zeit. Denn es ist einfacher vom Freiberufler zum Gewerbetreibende zu wechseln als umgekehrt.