Fotomodel (w) gesucht

Hervorgehoben

Fürs erste Shooting plane ich im Regelfall ein kleines Outdoor-Shooting ein, es besteht aber auch die Möglichkeit in ein Studio in Viersen zu gehen. Gerade für Einsteigerinnen in die Model-Tätigkeit bietet sich ein Outdoor-Shooting an, weil man dort das Umfeld miteinbeziehen kann, und das Posing einfacher ist als im Studio, wo man mehr oder weniger auf sich allein gestellt ist. Je nach Wetterlage, wieviel vor Ort los ist und welche Ideen wir haben, würde es ca. 1,5 – 2 Stunden dauern. Dieses Shooting dient dazu, sich ein wenig kennenzulernen, zu schauen, wie die Zusammenarbeit funktioniert und für Model-Anfänger zum Eingewöhnen an „die Arbeit eines Fotomodels“. Wenn es dann Spaß macht und Interesse an einem größeren Projekt besteht, z.B. mit Spezial-Make-up oder ein bestimmtes Thema, wird dies danach in Ruhe geplant. Bei einem U18-Model sollte mindestens eine Begleitperson dabei sein, im Idealfall jemand Ü18. Eine Freigabeerklärung (Model-Release) ist selbstverständlich. Alle „brauchbaren“ bzw. vorzeigbaren Bilder gibt es auf CD, je nach Ausbeute werden davon bis zu ca. 10 Stück bearbeitet (Portraitretusche).

Outdoor-Shooting mit Lisa & Koray

Betrachtet man die aktuelle Wetterlage und berücksichtigt man die Jahreszeit, dann dürfte das Shooting am Samstag mit Lisa und ihrem Freund Koray vermutlich das letzte Outdoor-Shooting für dieses Jahr gewesen sein. Sehr weit im voraus läßt sich nun nichts mehr planen, eventuell ergibt sich aber noch spontan ein kurzfristiges Shooting. Hierbei ist es von Vorteil, wenn die Fotomodelle aus der Nachbarschaft kommen. 😉
Outdoor-Shooting mit Lisa im Schönhausen-Park KrefeldLisa war vor einiger Zeit als Begleitung bei einem Shooting mit Denise dabei gewesen. Bereits damals in Moers haben wir ein paar Probe-Aufnahmen gemacht, einzeln mit ihr wie auch zusammen mit Denise. 🙂 Obwohl sie Anfängerin ist, sind schon bei diesen wenigen Bildern schöne Ergebnisse entstanden. Somit hatten wir eine gute Grundlage geschaffen für eine weitere Zusammenarbeit, denn wir haben uns also vorab schon kurz kennengelernt, und Lisa hatte mitbekommen, wie Foto-Aufnahmen bei mir ablaufen. Vermutlich waren dies auch Gründe, die sie veranlaßt haben, bei mir nach einem Shooting-Termin zu fragen. 😉 Die Gelegenheit ein neues Model zu gewinnen, konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Erfreulicherweise hatte ich kurzfristig einen Termin frei, und glücklicherweise spielte das Wetter dann auch noch mit. 🙂 Es ist üblich, daß das Model zumindest beim ersten Shooting eine Begleitperson mitbringt. In diesem Fall fragte Lisa, ob ihr Freund mitkommen dürfte, und wir eventuell sogar Paar-Aufnahmen machen könnten. Das war mir nur Recht, denn selten findet man einen jungen Mann, der sich vor die Kamera traut. Und Bilder von Paaren kann man auch nicht alle Tage machen. 😉
Outdoor-Shooting mit Lisa und Koray im Schönhausen-Park KrefeldAls Location hatte ich den Schönhausen-Park gewählt. Dieser Park bietet eine abwechslungsreiche Kulisse mit der alten Villa, unterschiedlichen Brücken, einem Springbrunnen und dem Teich. Damit hatten verschiedene Möglichkeiten, um einige Szenen und Hintergründe zu probieren. Außerdem hatten wir Glück, daß der Herbst noch nicht zu weit fortgeschritten war, und manche Bäume noch ein schönes farbenprächtiges Blätterwerk besaßen, so daß wir auch ein bißchen Herbststimmung in den Bildern einfangen konnten.
Die Lichtverhältnisse waren durchwachsen, mal schien die Sonne, dann war es wieder bewölkt, und unter den Bäumen war es so oder so etwas dunkler. Für Available Light-Fotografie also wieder eine kleine Herausforderung. Einen Beleuchtungsassistent hatte ich nicht dabei, deshalb war es schwierig einen Reflektor einzusetzen, ich verwendete stattdessen den Aufsteckblitz. Blende und Zeit habe ich an der Kamera eingestellt, ebenso habe ich die Werte am Blitzgerät manuell vorgegeben. Ausgangspunkt war für mich die Blende, denn ich wollte genügend Schärfentiefe, um beide Personen im Bild scharf abzubilden. Das bedeutete, ich benötigte eine kleine Blende ab Wert 8, die Zeit ergab sich daraus zwangsläufig, um ein korrekt belichtetes Bild zu erhalten. Entweder man misst nun die Werte per Belichtungsmesser, oder man tastet sich langsam durch Versuch und Irrtum, also mit Testaufnahmen an die entsprechende Zeit heran. Sollte die ermittelte Belichtungszeit zu lang sein, kann man durch erhöhen der ISO-Zahl dem entgegen wirken. Aufgrund dieser Vorgehensweise erhält man dannzwar ein weitestgehend korrekt belichtetes Bild, aber hierbei ist nur die Gesamtlichtsituation berücksichtigt. Es kann durchaus sein, daß das Hauptmotiv, nämlich das Fotomodel und hier vor allem das Gesicht entweder generell zu dunkel erscheint oder unschöne Schatten zu sehen sind. Für diese Fälle ist der Blitz nützlich. Ich stelle ihn dann ebenfalls manuell ein, und taste mich dabei genauso langsam an den benötigten Wert heran. Die volle Blitzleistung ist nämlich selten notwendig, dann erhält man nur die eindeutig erkennbaren Blitz-Fotos. Ich möchte nur eine leichte Aufhellung erreichen, und nebenbei die Spitzlichter in den Augen bekommen, die dem Bild zusätzlich etwas Lebendigkeit vermitteln.
Outdoor-Shooting mit Lisa und Koray im Schönhausen-Park KrefeldObwohl es zwei Anfänger-Models waren, haben wir in der kurzen Zeit einige schöne Bilder erhalten. Die Atmosphäre war locker und entspannt, und wir waren mit Spaß bei der Sache. Wie zufrieden meine Fotomodelle sind, erkenne ich immer daran, wenn sie im Nachhinein, ohne überhaupt schon Ergebnisse erhalten zu haben, bereits den Wunsch nach einer Fortsetzung, sprich einem weiteren Shooting äußern. Eine bessere und schönere Bestätigung für einen Fotografen gibt es kaum. 🙂

Der „Mensch“ als Bildmotiv

Die Menschenfotografie gehört zu den Bereichen der Fotografie, die vermutlich die höchsten Ansprüche an den Fotografen stellt. Denn man braucht Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit, Geduld und ein wenig Psychologie, um mit Fotomodellen gut zusammenarbeiten zu können. Dafür erhält man dann auch nur von diesen „Motiven“ eine Rückmeldung zu den Ergebnissen. Und wenn man sich an die auch im Alltag üblichen Umgangsformen hält, wie Höflichkeit, Respekt und Aufmerksamkeit, dann wird man im Regelfall mit positiven Reaktionen belohnt werden. 🙂
Die Modelle werden aus allen Bereichen und Altersgruppen kommen, zu Beginn noch aus dem vertrauten und bestens bekannten Freundeskreis sowie der näheren Verwandtschaft. Im Laufe der Zeit wird man aber immer mehr mit Fremden vor der Kamera zu tun haben. Alle werden aber sicher eines gemeinsam haben, sie werden in den wenigsten Fällen jemals zuvor im Leben vor einer Kamera gestanden haben.
Aus diesem Grund sollte auch jeder Fotograf sich mindestens einmal im Leben vor die Kamera begeben, um aus der Erfahrung heraus sich besser in die Situation des Fotomodels hineinversetzen zu können.
Möchte man einen Menschen portraitieren, ist es zwingend notwendig ihn vorher ein wenig kennengelernt zu haben. Deswegen sollten Fotograf und Model sich vorab kurz auf einen Kaffee treffen. Das hat den Vorteil, daß man sich über die Einzelheiten des Shootings unterhalten kann, z.B. über die gewünschten Aufnahmen, die benötigte Kleidung, die geplanten Aufnahmeorte sowie auch über den Einsatz einer Visagistin. Abgesehen davon hat so ein Treffen auch einen positiven psychologischen Effekt für das Model, es lernt in dem Gespräch den Fotografen vorab etwas kennen, so daß dieser Streßfaktor beim eigentlichen Shooting entfällt. Es kann sich bei diesem Treffen allerdings auch herausstellen, daß man gar nicht kreativ zusammenarbeiten kann, weil man keinen Draht zu einander findet, oder weil die Vorstellungen übers Shooting bzw. die gewünschten Aufnahmen zu weit auseinander liegen.
Es ist wichtig, das Shooting gut zu planen, und mit der Ausrüstung sowie Technik vertraut zu sein. Denn wenn der Fotograf bereits hektisch oder nervös ist, weil etwas während der Aufnahmen nicht stimmt, dann übertragt sich das auch auf das Model. Daher ist es von Vorteil, die ersten Shootings mit einem vertrauten Menschen durchzuführen, der es versteht und einem nachsieht, wenn die Aufnahmen nicht wie geplant ausfallen oder man mit der Technik kämpft. 😉
Egal wen man fotografiert, die Freundin oder einen fremden Menschen, Kommmunikation ist das Wichtigste während des Foto-Shootings. Der Fotograf ist die meiste Zeit „versteckt“ hinter der Kamera, das Fotomodel kann seine Gestik und Mimik nicht sehen und deuten, es hat sich auf sein Wort zu verlassen. Daher sollte man immer alles erklären, was man gerade macht und warum. Auch allgemeine Gespräche zwischen den Aufnahmen lockern die Atmosphäre, genauso wie die Lieblingsmusik des Models. Auch wenn man die Einzelheiten bereits vorher besprochen hat, sollte man mit dem Fotomodel nochmal jede Einstellung einzeln durchgehen, bevor man die Aufnahmen macht.
Auch wenn die gewünschte Pose eingenommen wurde, sind immer noch Kleinigkeiten zu verändern. Aber Achtung, wenn die Kleidung oder das Haar nicht korrekt sitzt, oder ein Fusel von der Kleidung zu entfernen ist, bittet man das Model oder eine anwesende Visagistin es zu richten, unter keinen Umständen faßt der Fotograf ungefragt und ohne ausdrückliche Erlaubnis das Model an. Diese Regel ist ein ungeschriebenes Gesetz.
Bei den Posing-Anweisungen ist darauf zu achten, daß sie deutlich und präzise sind. Aus der Sicht des Fotografen sind „links“ und „rechts“ sowie „vorne“ und „hinten“ etwas anderes als fürs Fotomodel. Und eine Anweisung wie „Schaue bitte zu mir“, führt meistens dazu, daß das Model den ganzen Kopf dreht und nicht nur die Augen zur Kamera wendet. Genauer wäre es z.B. „Den Kopf bitte in der Position halten, und mit den Augen in Richtung Kamera schauen“.
Häufig werden Models vom Partner oder der Freundin zum Shooting begleitet. In der heutigen Zeit ist diese Begleitperson durchaus in beiderseitigem Interesse, vor allem dann wenn man alleine im Studio arbeitet, allerdings sollte diese Person nicht den Ablauf des Shootings stören. Daher sollte vorher geklärt werden, wer von Seiten des Fotomodels beim Shooting anwesend ist, und wer und zu welchem Zweck (z.B. Visagistin oder Assistent) seitens des Fotografens vor Ort ist. Oft läßt sich eine Begleitperson auch als Helfer integrieren, z.B. bei Außenaufnahmen zum Halten des Reflektors oder für die letzten Korrekturen an Kleidung und Haaren. 🙂