Sportfotografie beim Basketball
In den größeren Multifunktionshallen reicht die Hallenbeleuchtung für akzeptable Belichtungswerte aus, man kann hier meistens mit Blende 3.2 bei 1/640s und ISO 800 arbeiten. Eventuell hat man Glück und aufgrund einer TV-Übertragung findet man sogar eine bessere Ausleuchtung vor.
In den lokalen Sporthallen trifft man oft sehr schlechte Lichtverhältnisse an, da benötigt man schon eine sehr rauscharme Kamera oder eine spezielle Software, um im nachhinein die Aufnahmen zu entrauschen, denn Einstellungen von Blende 2.8 mit 1/500 und ISO 3200 sind keine Seltenheit.
Eine mittleres Teleobjektiv mit einer Brennweite von 70-200 mm eignet sich am besten, wenn man sich an der Spielfeld-Seite zwischen Mittel- und Grundlinie bewegen darf. Mit dem Objektiv deckt man dann das gesamte Spielfeld ab und kann in beide Richtungen Angriff sowie Verteidigung fotografieren. Für Einzelaufnahmen von Spielern sowie Zweikämpfen bei Dribblings ist diese Perpektive ebenso geeignet wie auch für das wirklich interessante Geschehen um und am Korb. Die meisten Zweikämpfen ereignen sich unterm Korb, außerdem sieht man Korbleger und Dunkings, sowie die Anspannung in den Gesichtern beim Freiwurf. Daher sollte man sich hauptsächlich auf Höhe der Korbzone aufhalten und wenn es wenig Fotografen-Plätze gibt, rechtzeitig eine gute Position sichern. In manchen Hallen darf man sogar nur von der Grundlinien-Seite fotografieren, dann sollte man einen Platz rechts vom Korb wählen. Weil die meisten Spieler Rechtshänder sind, verdeckt dann aus der Perspektive der Arm nicht beim Wurf oder Korbleger das Gesicht des Spielers.
Wenn man die Möglichkeit hat vom Spielfeldrand aus zu fotografieren, kann man es beim Basketball auch mal mit einer Festbrennweite probieren, wie z.B. einem lichtstarken 85mm f/1.8, einem preislich noch relativ günstigen Objektiv. Gerade in den dunklen Sporthallen kann dieses sog. Portraitobjektiv mit seiner großen Startblende gute Dienste leisten.
Wenn man sich direkt an der Korbhalterung positionieren darf, kann man es auch einmal mit einem Weitwinkel-Objekitv versuchen. Dann sollte man sich aber tief platzieren, und aus Bodennähe nach oben fotografieren. Dabei können spektaktuläre Aufnahmen direkt unterm Korb entstehen.
Sogar eine Tribünen-Perspektive kann sinnvoll sein, wenn man einen Standort findet, bei dem sich die Kamera auf Korbhöhe befindet. Dann kann man interessante Aufnahmen von Luftkämpfen am Korb zeigen.
Und wie immer beim Sport, sollte man auch die Ersatzbank, speziell den Trainer im Auge behalten. Gerade beim Basketball ist der Hauptverantwortliche, der Einzige, der am Spielfeldrand stehen darf, alle anderen haben auf der Bank Platz zu nehmen. Dadurch erhält man dort häufig die Gelegenheit Action und Emotionen einzufangen.





