Das funktionale Portrait – Arbeitsportrait

Auch der Arbeitsplatz sagt etwas über einen Menschen aus, und eignet sich für Portraitaufnahmen. Sicherlich sind ungewöhnliche Tätigkeiten und Arbeitsplätze spektakulärer als ein Büro. Aber auch hier fühlt sich das Fotomodel bestimmt wohler und sicherer als im Studio. Und ein entspanntes Model ist immer noch die beste Garantie für gute Portraitbilder. Im Gegensatz zu Aufnahmen zu Hause ist ein Fotomodel eher bereit sich am Arbeitsplatz portraitieren zu lassen. Dieser Ort ist nicht so privat und gewährt nicht so intime Einblicke ins Privatleben, er bietet somit einen guten Kompromiß.
Beim Besuch am Arbeitsplatz hat man auch die Chance auf spontane Aufnahmen ohne aufwendige Vorbereitung. Man sollte nicht erst vor Ort die Kamera auspacken, sondern nach Möglichkeit bereits bei Besuchbeginn eine aufnahmebereite Kamera in der Hand zu haben. 😉 Genauso sollte man die Kamera erst wieder einpacken, wenn man das Grundstück oder die Location verlassen hat.
Einen wichtigen Punkt sollte man bei Arbeitsplatzportraits nicht vergessen: das Property-Release. Wenn der Portraitierte nicht gerade der Besitzer der Firma oder des Arbeitsplatzes ist, ist also irgendjemand anderes der „Hausherr“. Und damit hat man vorher zu klären, ob man an dem gewünschten Arbeitsplatz überhaupt Aufnahmen machen darf, und ob es erlaubt ist, sie dann später auch zu veröffenlichen.
Die Bildsprache lebt auch von Klischees und Stereotypen, die es dem Betrachter leichter machen, die abgebildete Person in ihr Umfeld einzuordnen. Das betrifft zunächst einmal berufsspezifische Kleidung oder Arbeitsmittel ebenso wie Freizeitkleidung oder Sportgerät. Hier ist der Grat zwischen der Charakterisierung des Models und dem Model als Darsteller in einer Funktion schmal. Hierbei sollte man also darauf achten, worauf man seinen Fokus legt, und ihn nicht aus den Augen verlieren.

Verwandte Beiträge

Kommentare schreiben nicht möglich.