Welche Rechte hat der Fotograf?

Bei der Veröffentlichung von Bildern sind in erster Linie die Rechte von zwei Gruppen zu beachten. Zum einen das Urheberrecht des Fotografen, zum anderen das Recht am eigenen Bild der abgebildeten Person(en).
Der Fotograf ist immer der Urheber des Bildes, egal ob Profi- oder Hobbyfotograf. Er entscheidet, welche Fotos, wo und in welcher Form verbreitet werden dürfen. Der Fotografenname ist immer zu nennen, wenn ein Foto veröffentlicht wird, außer der Fotograf verzichtet explizit darauf. Soll das Foto bearbeitet, verfremdet oder vervielfältigt werden, ist die Einwilligung des Fotografen notwendig.
Das Urheberrecht kann nie veräußert werden, der Fotograf kann es nie verlieren oder verkaufen. Er kann nur das Recht zur Veröffentlichung verkaufen oder verschenken (wie z.B. mit einem TfP-Vertrag), das bedeutet, ein anderer kann Nutzungsrechte an einem Bild vom Fotografen erwerben. Damit keine Mißverständnisse entstehen, sollten diese Nutzungsrechte detailliert in einem Vertrag geregelt werden. So darf bei einem einfachen Nutzungsrecht das Bild zum vereinbarten Zweck veröffentlicht werden und auch weiterhin vom Fotografen verbreitet werden. Beim ausschließlichen Nutzungsrecht, darf der Fotograf das Bild nur noch eingeschränkt veröffentlichen, im Regelfall wird hierbei vertraglich ein zeitliches Nutzungsrecht bestimmt, nach Ablauf der Frist darf der Fotograf wieder uneingeschränkt das Bild verwenden. Ein exklusives Nutzungsrecht gibt es in Deutschland nicht.
Im Rahmen der Nutzungsrechte sind auch die Änderungsrechte zu beachten. Nur die Bildgröße darf ohne Rücksprache geändert werden. Inhaltliche Änderungen, dazu gehört z.B. die Wahl des Bildausschnitts, sind nur mit Zustimmung des Fotografen erlaubt. Auch die Verwendung des Bildes als Komponente eines Kunstwerks, z.B. einer Collage, oder eine andere Art der Verfremdung, die die Bildaussage verändert, ist nur mit Erlaubnis des Fotografen möglich.

Linkempfehlung:
Wikipedia Stichwort: Urheberrecht
Wikipedia Stichwort: Bildrechte
Internetrecht Rostock Modelvertrag: Urheberrecht vs. Recht am eigenen Bild

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