Fotomodel (w) gesucht

Hervorgehoben

Fürs erste Shooting plane ich im Regelfall ein kleines Outdoor-Shooting ein, es besteht aber auch die Möglichkeit in ein Studio in Viersen zu gehen. Gerade für Einsteigerinnen in die Model-Tätigkeit bietet sich ein Outdoor-Shooting an, weil man dort das Umfeld miteinbeziehen kann, und das Posing einfacher ist als im Studio, wo man mehr oder weniger auf sich allein gestellt ist. Je nach Wetterlage, wieviel vor Ort los ist und welche Ideen wir haben, würde es ca. 1,5 – 2 Stunden dauern. Dieses Shooting dient dazu, sich ein wenig kennenzulernen, zu schauen, wie die Zusammenarbeit funktioniert und für Model-Anfänger zum Eingewöhnen an „die Arbeit eines Fotomodels“. Wenn es dann Spaß macht und Interesse an einem größeren Projekt besteht, z.B. mit Spezial-Make-up oder ein bestimmtes Thema, wird dies danach in Ruhe geplant. Bei einem U18-Model sollte mindestens eine Begleitperson dabei sein, im Idealfall jemand Ü18. Eine Freigabeerklärung (Model-Release) ist selbstverständlich. Alle „brauchbaren“ bzw. vorzeigbaren Bilder gibt es auf CD, je nach Ausbeute werden davon bis zu ca. 10 Stück bearbeitet (Portraitretusche).

Shooting mit Marisabel

Am Montag, den 25. Juli war es soweit, ich habe mein erstes internationales Shooting durchgeführt. 🙂
Als Hobby-Fotograf ist es nicht so einfach, Fotomodelle zu finden, zumindest für mich nicht. Daher buche ich von Zeit zu Zeit immer mal wieder ein professionelles Model, um neue vorzeigbare Bilder zu bekommen.
MarisabelBereits im vergangenen Jahr hatte Marisabel mich angeschrieben, sie plante eine Shooting-Tour in Deutschland. Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber keine Zeit für ein Shooting, und auch noch kein gutes Studio verfügbar.
Nachdem ich in diesem Jahr wieder intensiver in die Fotografie einsteigen wollte, und mit dem Studio in Viersen auch eine hervorragende Location verfügbar ist, habe ich diesmal die Chance genutzt, und Marisabel für ein Shooting gebucht. Ihre Aufnahembereiche reichen von Portrait bis Akt, so dass man ein breites Spektrum an unterschiedlichen Bildern erhalten kann. Und genau das war meine Absicht, ich erwartete eine Vielzahl neuer Bilder in verschiedenen Bereichen zu erhalten. So eine Möglichkeit erhält man selten, denn die meisten Modelle machen aus verständlichen Gründen keine Akt-Aufnahmen, schon gar nicht auf TfP-Basis.
Da Marisabel aus der Ukraine kommt, und sie kein Deutsch spricht, war unsere Arbeitssprache Englisch. Das ist aber kein Problem gewesen. Zum einen reichen für ein Shooting Grundkenntnisse aus, zusätzlich natürlich ein paar Fachvokabeln aus dem Bereich Fotografie, zum anderen ist Marisabel ein erfahrenes und posingsicheres Model, bei dem nur wenige Anweisungen notwendig sind. Ganz im Gegenteil, sie wechselt so fließend und nahzu übergangslos die Posen, dass man eher „wait a second“ oder „hold the position“ benötigt als irgendeine andere Anweisung. 😉 Auch in diesem Fall war es unsere erste Zusammenarbeit, und es war ein Pay-Shooting, daher habe ich mich ein wenig dazu hinreissen lassen, einfach daraufzuhalten und ein Bild nach dem anderen zu schiessen. Beim nächsten Mal werde ich mit etwas mehr Planung in das Shooting gehen, zumal Marisabel auch ein gewisses schauspielerisches Talent hat, so dass wir gezielt an der jeweiligen Szene arbeiten können. Sie kann sich selbst schminken, so dass keine Visagistin, kein Make-up Artist benötigt wird. Und auch was die Kleidung betrifft, hat sie genügend Erfahrung und eine ausreichende Auswahl dabei, um das passende Stück auszuwählen bzw. eine Idee einzubringen. Außerdem lerne ich noch bei jedem Shooting hinzu. Auch die Erfahrung an welcher Stelle man aus welcher Perspektive am besten die Aufnahme macht, verbessert die Ergebnisse. 😉
Fazit: Ich bin wohl etwas übers Ziel hinausgeschossen. 😉 Die Anzahl der Bilder ist so groß, dass ich vermutlich Wochen benötige alles zu sichten und die Favoriten zu bearbeiten. Trotzdem werde ich die Gelegenheit zu einem Shooting mit Marisabel sicher noch einmal nutzen, wenn sie wieder in der Gegend auf Shooting-Tour ist.

Shooting mit Christina

Die Suche nach einem Model in der Model-Kartei wie auch über meine Seite bei Facebook war dann eines Tages doch noch erfolgreich. 🙂 Christina hat sich bei mir gemeldet, und wir haben ein erstes Shooting vereinbart.
ChristinaFür ein erstes „Kennenlern“-Shooting plane ich im Regelfall nur 1,5 bis 2 Stunden ein. Es geht mir in erster Linie darum, dass man sich erst einmal kennenlernt, feststellt, wie die Zusammenarbeit läuft, um dann weitere mögliche Projekte zu besprechen und zu planen. Gerade wenn man sich nicht kennt, und man als Fotograf ein weniger erfahrenes Model vor der Kamera hat, ist so ein kurzes Shooting sinnvoll. Man kann dann feststellen, inwieweit das Model bereits selbständig posen kann bzw. wieviel Anleitung notwendig ist. Mir ist es auch wichtig, zu sehen, ob das Model eigene Ideen einbringt und wie spontan es ist. Andere Fotografen sind da restriktiver, sie haben eine Vorstellung von dem, was sie machen möchten, und geben dem Model alles vor. Ich bevorzuge es, wenn sich das Model miteinbringt, und so in Zusammenarbeit Bilder entstehen.
ChristinaAufgrund der äußeren Bedingungen, es waren sicherlich um die 30 Grad im Studio, dauerte das Shooting dann sogar weniger als 1,5 Stunden. Trotzdem konnten wir verschiedene Szenen aufnehmen, indoor wie outdoor. Und obwohl ich nur etwas mehr als 100 Bilder am Ende des Shootings hatte, waren doch etliche interessante und vorzeigbare Aufnahmen entstanden. Man darf nicht vergessen, dass wir hier ohne aufwendiges Make-up, und ohne Planung agiert haben. Es war von Vorteil, dass das Studio diverse Location-Möglichkeiten bietet, indoor und sogar outdoor. Daher haben wir spontan verschiedene Orte genutzt, Christina hat auch zwischendurch die Kleidung gewechselt, so dass wir selbst in der Kürze der Zeit ein abwechslungsreiches Shooting hatten, und unterschiedliche Szenen aufnehmen konnten. Dadurch habe ich einen noch besseren Eindruck gewinnen können für die zukünftige Planung weiterer Shootings mit ihr. 🙂
Fazit: Wir haben ein paar schöne Bilder erhalten, und Ideen für ein Folge-Shooting sind bereits vorhanden. 🙂
ChristinaChristina

Planung 2016

Es ist ziemlich genau 12 Jahre her, dass ich angefangen habe mich intensiv mit der Fotografie zu beschäftigen. Dabei begann zuerst alles nur als Hobby, zwischenzeitlich war ich aber sogar nebenberuflich als Sportfotograf unterwegs. Nach dieser zwar interessanten aber auch sehr anstrengenden Tätigkeit, habe ich mehr oder weniger eine Auszeit genommen. Ich war nur hobbymäßig eine Saison beim Frauen- und Mädchenfußball in Moers, sowie im Jahr darauf bei den Neuss Frogs (American Football).
Im Regelfall fotografiert man aber selten für die Schublade, also für das eigene Archiv. Als Fotograf möchte man in irgendeiner Art und Weise seine Bilder sinnvoll verwenden, und vor allem veröffentlichen, um sie einem größeren Publikum zu präsentieren. Man hängt die Bilder z.B zuhause an die Wand, man nutzt sie für die Eigenwerbung auf seiner eignen Webseite, man veröfffentlich sie in Galerien auf entsprechenden Webseiten (Model-Kartei, Foto-Community usw).
Da in den vergangenen Jahren das Interesse an meinem Sportfotos nur sehr gering gewesen ist, und ich mit den Bildern auch persönlich nicht viel anfangen konnte, habe ich mich in diesem Jahr entschlossen, endgültig zur „richtigen“ Fotografie zurückzukehren. 🙂

Um bei der Shooting-Planung etwas flexibler zu sein, und in erster Linie nicht nur Outdoor-Shootings anbieten zu können, habe ich mich dem Team der Fotofabrik angeschlossen. Daher kann ich nun auch auf ein Studio in Viersen zurückgreifen. Somit kann ich jetzt wieder Shootings in allen Bereichen von Portrait über Fashion bis Akt anbieten und durchführen.
Aktuell suche ich nun nach Fotomodellen für die einzelnen Aufnahmebereiche, bevorzugt auch für längerfristige Zusammenarbeit.

Nachdem ich bereits im letzten Jahr meine Webseite aktualisiert habe, werde ich mich nun mit meinen Profilen in den verschiedenen Communities befassen, und sie auf den neuesten Stand bringen, um mögliche Fotomodelle auf mich aufmerksam zu machen. 😉

Sportfotografie & Fotorecht

Es gibt da einen Spruch: Auf hoher See und vor Gericht liegt Dein Schicksal in Gottes Hand. 🙂

Gerade was das Recht, hier speziell das Fotorecht betrifft, sollte man sich besser vorab etwas schlau machen und informieren. Entgegen der weit verbreiteten Meinung, dass man in der Öffentlichkeit alles und jeden fotografieren darf, weil es eben öffentlich ist, darf man eben nicht grundsätzlich immer Aufnahmen machen. Ganz zu schweigen davon, dass man nicht alles was erlaubt ist zu fotografieren, dann auch veröffentlichen darf.

Das Folgende ist keine Rechtsberatung, die darf ich gar nicht vornehmen. Es handelt sich um meine Auslegung der Informationen, meiner Erfahrung sowie einer Beratung durch eine Fachanwältin für Kunst- und Urheberrecht.
Wer sich nicht sicher ist, ob er dass fotografieren darf, was er möchte, bzw. wer sicherstellen möchte, dass er Bilder ungestraft veröffentlichen darf, der sollte sich vorab informieren, und im Idealfall einen Anwalt fragen. Auch wenn so eine Beratung nicht kostenlos ist, kann sie im Ernstfall doch helfen eine Menge Geld zu sparen und Ärger zu vermeiden.

Ich beschränke mich in diesem Artikel auf das Fotorecht bezüglich der Sportfotografie.
Bei der Veröffentlichung von Bildern sind in erster Linie die Rechte von zwei Gruppen zu beachten. Zum einen das Urheberrecht des Fotografen, zum anderen das Recht am eigenen Bild der abgebildeten Person(en).

Rechte des Fotografen

Der Fotograf ist immer der Urheber des Bildes, egal ob Profi- oder Hobbyfotograf. Er entscheidet, welche Fotos, wo und in welcher Form verbreitet werden dürfen. Der Fotografenname ist bei einem veröffentlichten Foto immer zu nennen, außer der Fotograf verzichtet explizit darauf. Wichtig: Auch wenn das Bild bereits irgendwo veröffentlicht ist, z.B auf einer Homepage, darf es nicht „kopiert“ und z.B. bei Facebook gepostet werden. Der Urheber bestimmt, wann seine Bilder wo und wie genutzt werden dürfen.
Das Urheberrecht kann nie veräußert werden, der Fotograf kann es nie verlieren oder verkaufen. Er kann nur das Recht zur Veröffentlichung verkaufen oder verschenken (wie z.B. mit einem TfP-Vertrag), das bedeutet, ein anderer kann nur Nutzungsrechte an einem Bild vom Fotografen erwerben. Damit keine Mißverständnisse entstehen, sollten diese Nutzungsrechte detailliert in einem Vertrag geregelt werden. So darf bei einem einfachen Nutzungsrecht das Bild zum vereinbarten Zweck veröffentlicht werden und auch weiterhin vom Fotografen verbreitet werden. Beim ausschließlichen Nutzungsrecht, darf der Fotograf das Bild nur noch eingeschränkt veröffentlichen, im Regelfall wird hierbei vertraglich ein zeitliches Nutzungsrecht bestimmt, nach Ablauf der Frist darf der Fotograf wieder uneingeschränkt das Bild verwenden. Ein exklusives Nutzungsrecht gibt es in Deutschland nicht.
Im Rahmen der Nutzungsrechte sind auch die Änderungsrechte zu beachten. Nur die Bildgröße darf ohne Rücksprache geändert werden. Inhaltliche Änderungen, dazu gehört z.B. die Wahl des Bildausschnitts, sind nur mit Zustimmung des Fotografen erlaubt. Auch die Verwendung des Bildes als Komponente eines Kunstwerks, z.B. einer Collage, oder eine andere Art der Verfremdung, die die Bildaussage verändert, ist nur mit Erlaubnis des Fotografen möglich.

Rechte des Fotografierten (Sportler)

Für die abgebildeten Sportler ist in aller Regel keine Einwilligung zur Veröffentlichung notwendig, wenn sie als sogenannte Personen der Zeitgeschichte im Sinne des § 23 Absatz 1 Nr. 1 KunstUrhG anzusehen sind. Nachdem die Unterteilung von absoluten und relativen Personen der Zeitgeschichte von der Rechtsprechung seit dem Jahr 2004 aufgegeben wurde, kommt es jetzt darauf an, dass ein überwiegendes Interesse der Öffentlichkeit an der Abbildung der Personen besteht. Dies dürfte beispielsweise bei öffentlichen Sportveranstaltungen der Fall sein, egal ob bei den Profis oder Amateuren. Solange eine Person auf dem Platz und in Aktion ist, sollte einer Aufnahme und einer Veröffentlichung im Sinne einer Berichterstattung in der Regel nichts entgegenstehen. Nicht erlaubt sind jedoch Aufnahmen in nicht-öffentlichen Bereichen, z.B. der Umkleidekabine, solange kein ausdrückliches Einverständnis vorliegt.

Wer sich nicht sicher ist, ob er in bestimmten Situationen fotografieren darf, sollte rechtzeitig nach einer Einwilligung fragen. Das geht auch mündlich und es reicht sogar schlüssiges Verhalten aus, wenn z.B. der Fotografierte von selbst posiert und zur Aufnahme auffordert.

Spezialfall Kinder und Jugendliche
Es ist nicht nur erlaubt, Kinder bei einer öffentlichen Sportveranstaltung zu fotografieren, ohne die Eltern um Genehmigung zu fragen, sondern sogar die Veröffentlichung solcher Bilder gegen den Willen der Eltern. (BGH Az.: VI ZR 125/12). Bei anderen Gelegenheiten gilt weiterhin, dass Aufnahmen von Kindern und Jugendlichen nur erlaubt sind, wenn die Eltern das zuvor ausdrücklich genehmigt haben. Erst recht ist ihr Einverständnis notwendig, wenn die Aufnahmen veröffentlicht werden sollen!

Rechte des Fotografierten (Zuschauer)

Zunächst gilt erstmal das elementare Fotorecht: Kein Personenfoto ohne Einwilligung!
Wie so oft, gibt es allerdings auch gesetzliche Ausnahmen. Im Fall der Personenfotografie ist § 23 Absatz 1 Nr. 3 KunstUrhG zu berücksichtigen. Demnach ist keine Einwilligung erforderlich von Teilnehmern einer Versammlung, eines Aufzuges oder ähnlicher öffentlicher Veranstaltungen. Solange also eine Sportveranstaltung im Gesamten dargestellt wird, z.B. bei einer Aufnahme des Stadions mit Spielern und Zuschauern, ist keine Einwilligung notwendig. Vorsicht ist geboten, wenn man auf dem angefertigten Bild nicht erkennt, dass es sich um eine Sportveranstaltung handelt, weil man einzelne Personen aus dem Geschehen herausgegriffen hat.
Ebenfalls annehmen kann man, dass die Zuschauer eine konkludente Einwilligung erteilt haben, wenn sie an einem größeren Sportturnier, z.B. einem Bundesligaspiel teilnehmen. Hierbei wird man jedoch einschränken müssen, dass das nicht für jede Veranstaltung gilt. Vor allem im Amateurbereich sind die Zuschauerzahlen sehr überschaubar, so dass man zwangsläufig bei Aufnahmen einzelne Personen aus dem Gesamtgeschehen herausgreift. Je größer die Veranstaltung ist, und damit die zu erwartende Berichterstattung, desto eher kann man von einer konkludenten Einwilligung ausgehen. Darauf verlassen sollte man sich jedoch nicht.

Rechte der Veranstalter

Die Veranstalter eines Sportereignisses können als Hausrechtinhaber den Zugang zur Sportveranstaltung insbesondere für Fotografen beschränken. Das gilt bei kleinen Veranstaltungen ebenso wie bei Großereignissen, an denen ein erhebliches Interesse der Öffentlichkeit besteht. Der BGH führte dazu aus, dass das Hausrecht seinem Inhaber auch ermöglicht, grundsätzlich frei darüber zu entscheiden, wem er den Zutritt gestattet und wem er ihn verweigert. Das schließt das Recht ein, den Zutritt nur zu bestimmten Zwecken und in bestimmte Bereiche zu erlauben. (BGH, Urteil v. 08.11.2005, Az.: KZR 37/03) Die Erlaubnis wird mit der sog. Akkreditierung geregelt. Man beantragt vorher eine Foto-Akkreditierung, und bekommt dann eine Zusage oder eben eine Absage. Bei den kleinen lokalen Wettkämpfen, die sozusagen vor der Haustür stattfinden, wird kaum der Aufwand mit Akkreditierungen betrieben, allerdings sollte man zumindest vorher eine Fotoerlaubnis einholen. Abgesehen vom rechtlichen Aspekt sollte man schon aus Höflichkeit nachfragen, ob Fotografieren erlaubt ist.
Vom Zuschauerrang aus darf man fast immer fotografieren, solange die Bilder im privaten Familienalbum bleiben. Möchte man ein Foto darüber hinaus nutzen, sollte man die Einwilligung beim Hausrechtinhaber, dem Veranstalter oder Verein einholen bzw. die Verwendung klären.